Faszination Erde - mit Dirk Steffens

  • Ein Nashorn wurde betäubt und die Augen zur Stressminderung abgedeckt. Tierärzte wollen das Horn abschneiden, denn für diesen eigentlich wertlosen Stoff wird auf dem Schwarzmarkt mehr bezahlt als für Gold. Ohne Horn ist das Tier für Wilderer wertlos, und genau dieses kontrolliert abzuschneiden ist der Plan. Vergrößern
    Ein Nashorn wurde betäubt und die Augen zur Stressminderung abgedeckt. Tierärzte wollen das Horn abschneiden, denn für diesen eigentlich wertlosen Stoff wird auf dem Schwarzmarkt mehr bezahlt als für Gold. Ohne Horn ist das Tier für Wilderer wertlos, und genau dieses kontrolliert abzuschneiden ist der Plan.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Das Horn ist - wie Finger- oder Fußnägel - nicht von Nerven durchzogen. Deshalb spürt das Nashorn das Abschneiden nicht. Da das Horn nachwächst, muss es etwa alle 18 Monate wieder abgeschnitten werden. Vergrößern
    Das Horn ist - wie Finger- oder Fußnägel - nicht von Nerven durchzogen. Deshalb spürt das Nashorn das Abschneiden nicht. Da das Horn nachwächst, muss es etwa alle 18 Monate wieder abgeschnitten werden.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Durch immer neue Strategien versuchen Wildhüter in Südafrika Nashörner und Elefanten vor Wilderern zu schützen. Der Spürhund Obi springt mit dem Wildhüter und Dirk Steffens am Fallschirm aus einem Flugzeug. Eine Trainingseinheit, um in Zukunft Wilderer in abgelegenen Gebieten aufzuspüren. Vergrößern
    Durch immer neue Strategien versuchen Wildhüter in Südafrika Nashörner und Elefanten vor Wilderern zu schützen. Der Spürhund Obi springt mit dem Wildhüter und Dirk Steffens am Fallschirm aus einem Flugzeug. Eine Trainingseinheit, um in Zukunft Wilderer in abgelegenen Gebieten aufzuspüren.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Erdmännchen sind die "Superstars" der trockenen Kalahari. Die Tiere sind nicht nur besonders putzig, ihr komplexes Leben im Clan und ihre außergewöhnliche Kommunikation gibt Forschern noch immer Rätsel auf. Vergrößern
    Erdmännchen sind die "Superstars" der trockenen Kalahari. Die Tiere sind nicht nur besonders putzig, ihr komplexes Leben im Clan und ihre außergewöhnliche Kommunikation gibt Forschern noch immer Rätsel auf.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Dem Nashorn Thandi (links) wurden von Wilderen das Horn und Teile der Schnauze abgeschlagen. Dank des Einsatzes von Tierärzten hat es überlebt und hat heute sogar zwei Junge. Vergrößern
    Dem Nashorn Thandi (links) wurden von Wilderen das Horn und Teile der Schnauze abgeschlagen. Dank des Einsatzes von Tierärzten hat es überlebt und hat heute sogar zwei Junge.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Durch immer neue Strategien versuchen Wildhüter in Südafrika Nashörner und Elefanten vor Wilderern zu schützen. Der Spürhund Obi springt mit dem Wildhüter und Dirk Steffens am Fallschirm aus einem Flugzeug. Eine Trainingseinheit, um in Zukunft Wilderer in abgelegenen Gebieten aufzuspüren. Vergrößern
    Durch immer neue Strategien versuchen Wildhüter in Südafrika Nashörner und Elefanten vor Wilderern zu schützen. Der Spürhund Obi springt mit dem Wildhüter und Dirk Steffens am Fallschirm aus einem Flugzeug. Eine Trainingseinheit, um in Zukunft Wilderer in abgelegenen Gebieten aufzuspüren.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
Natur+Reisen, Land und Leute
Faszination Erde - mit Dirk Steffens

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2019
ZDF
Mo., 11.02.
02:10 - 02:55
Südafrika - Überlebenskampf zwischen den Ozeanen


Ein Land der Gegensätze: Zwischen Atlantik und Indischem Ozean entstanden einzigartige Lebensräume, geprägt von den Meeren. Überlebenskünstler erobern sie mit kuriosen Anpassungsstrategien. Dirk Steffens begleitet Forscher zu Erdmännchen. Die komplexe Sozialstruktur sichert ihr Überleben in der Kalahari. Der Reichtum der Meere folgt einem Rhythmus, der das Leben im und über Wasser bestimmt. Für den Artenschutz wagt er eine abenteuerliche Aktion. Glühende Hitze und kaum hohes Gras: Dennoch müssen die Erdmännchen tagsüber aus ihren Bauten zur Nahrungssuche. Doch die "Wächter der Wüste" sind die "Superstars" der Kalahari. Nicht nur Dirk Steffens ist fasziniert von den putzigen Tieren, sondern auch Wissenschaftler. Seit 25 Jahren studieren Forscherteams die Überlebensstrategien der Erdmännchen. Entscheidend sind Teamwork und Kommunikation. Nur so kommen sie auch in trockenen Perioden an Beute. Wer dabei das Sagen hat und wie sich die Hierarchie herausbildet, ist für die Forscher noch immer eine spannende Frage. In den Savannen Südafrikas tobt ein ganz anderer Kampf ums Überleben. Nashörner könnten hier durch Wilderei schon in 20 Jahren verschwunden sein. Dirk Steffens begleitet ein waghalsiges Training. Mit Wildhütern und Spürhunden springt der Moderator am Fallschirm aus einem Flugzeug. Die Hunde werden so für den Einsatz gegen Wilderer in unzugänglichem Gelände trainiert. Ein Schicksal wie das von Thandi, einem der berühmtesten Nashörner Südafrikas, soll Artgenossen erspart bleiben: Thandi wurde 2012 von einem Tierarzt in der Wildnis gefunden. Wilderer hatten dem Weibchen das Horn und einen Teil des Schädels abgehackt. Tierärzte konnten Thandi zwar retten, zum Bewahren der südafrikanischen Nashornpopulation braucht es allerdings andere Strategien. Dirk Steffens begleitet ein Nashornschutzprojekt, welches das Überleben der Art sichern soll. Vor der Küste Südafrikas treffen gewaltige Meeresströmungen aufeinander: Die Region ist umspült von den Wassern des Atlantischen und des Indischen Ozeans. Die beiden Meere prägen nicht nur die Küstenregionen, das ganze Land ist im Bann der Strömungen. Von der trockenen Kalahari über die nebelverhangenen Tafelberge Kapstadts bis hin zu den weiten Savannen: Das Schicksal der Geschöpfe Südafrikas ist davon bestimmt, welche Strömungen vor seinen Küsten gerade vorherrschen. Der Rhythmus der Meeresströmungen entscheidet über die Zeiten des Überflusses wie des Mangels. Die Meerestiere stellen sich in einem fein abgestimmten Zusammenspiel auf den Wechsel ein. Sie versammeln sich vor der Küste, wenn das jährliche große Fressen naht: Mit einer kalten Strömung ziehen regelmäßig riesige Sardinenschwärme an Südafrikas Küsten entlang. Und selbst die Brutzeiten der Tölpel sind auf das Ereignis abgestimmt: Genau zum richtigen Zeitpunkt sind dann auch die Jungen bereit für die Jagd. Im Juni 2018 spürten die Bewohner Kapstadts, wie sehr auch sie vom Wasser und den Niederschlägen abhängen: Sichern normalerweise Stauseen rund um die Metropole die Versorgung, so waren die Seen im Juni 2018 leer, der Wasserverbrauch in der Millionenstadt streng reglementiert. Die Sorge um die Versorgung war so groß, dass manche daran dachten, künftig Eisberge aus der Antarktis zur Süßwasserversorgung - im Sinne des Wortes - heranzuziehen. Eine Spezies rund um die Metropole litt kaum unter der Dürre: Paviane. Die dreisten und lernfähigen Affen eroberten unterdessen Häuser und Wohnungen und plünderten mit ausgefeilten Strategien, was die Menschen unbeobachtet ließen. Südafrika ist ein Land, das dank seiner besonderen Lage im Klammergriff zweier gewaltiger Meeresströmungen Überfluss wie Mangel erfährt und eine reiche Tierwelt hervorbrachte, die im Kampf ums Überleben besonders den Menschen zu fürchten hat.
Ein Land der Gegensätze: Zwischen Atlantik und Indischem Ozean entstanden einzigartige Lebensräume, geprägt von den Meeren. Überlebenskünstler erobern sie mit kuriosen Anpassungsstrategien. Dirk Steffens begleitet Forscher zu Erdmännchen. Die komplexe Sozialstruktur sichert ihr Überleben in der Kalahari. Der Reichtum der Meere folgt einem Rhythmus, der das Leben im und über Wasser bestimmt. Für den Artenschutz wagt er eine abenteuerliche Aktion. Glühende Hitze und kaum hohes Gras: Dennoch müssen die Erdmännchen tagsüber aus ihren Bauten zur Nahrungssuche. Doch die "Wächter der Wüste" sind die "Superstars" der Kalahari. Nicht nur Dirk Steffens ist fasziniert von den putzigen Tieren, sondern auch Wissenschaftler. Seit 25 Jahren studieren Forscherteams die Überlebensstrategien der Erdmännchen. Entscheidend sind Teamwork und Kommunikation. Nur so kommen sie auch in trockenen Perioden an Beute. Wer dabei das Sagen hat und wie sich die Hierarchie herausbildet, ist für die Forscher noch immer eine spannende Frage. In den Savannen Südafrikas tobt ein ganz anderer Kampf ums Überleben. Nashörner könnten hier durch Wilderei schon in 20 Jahren verschwunden sein. Dirk Steffens begleitet ein waghalsiges Training. Mit Wildhütern und Spürhunden springt der Moderator am Fallschirm aus einem Flugzeug. Die Hunde werden so für den Einsatz gegen Wilderer in unzugänglichem Gelände trainiert. Ein Schicksal wie das von Thandi, einem der berühmtesten Nashörner Südafrikas, soll Artgenossen erspart bleiben: Thandi wurde 2012 von einem Tierarzt in der Wildnis gefunden. Wilderer hatten dem Weibchen das Horn und einen Teil des Schädels abgehackt. Tierärzte konnten Thandi zwar retten, zum Bewahren der südafrikanischen Nashornpopulation braucht es allerdings andere Strategien. Dirk Steffens begleitet ein Nashornschutzprojekt, welches das Überleben der Art sichern soll. Vor der Küste Südafrikas treffen gewaltige Meeresströmungen aufeinander: Die Region ist umspült von den Wassern des Atlantischen und des Indischen Ozeans. Die beiden Meere prägen nicht nur die Küstenregionen, das ganze Land ist im Bann der Strömungen. Von der trockenen Kalahari über die nebelverhangenen Tafelberge Kapstadts bis hin zu den weiten Savannen: Das Schicksal der Geschöpfe Südafrikas ist davon bestimmt, welche Strömungen vor seinen Küsten gerade vorherrschen. Der Rhythmus der Meeresströmungen entscheidet über die Zeiten des Überflusses wie des Mangels. Die Meerestiere stellen sich in einem fein abgestimmten Zusammenspiel auf den Wechsel ein. Sie versammeln sich vor der Küste, wenn das jährliche große Fressen naht: Mit einer kalten Strömung ziehen regelmäßig riesige Sardinenschwärme an Südafrikas Küsten entlang. Und selbst die Brutzeiten der Tölpel sind auf das Ereignis abgestimmt: Genau zum richtigen Zeitpunkt sind dann auch die Jungen bereit für die Jagd. Im Juni 2018 spürten die Bewohner Kapstadts, wie sehr auch sie vom Wasser und den Niederschlägen abhängen: Sichern normalerweise Stauseen rund um die Metropole die Versorgung, so waren die Seen im Juni 2018 leer, der Wasserverbrauch in der Millionenstadt streng reglementiert. Die Sorge um die Versorgung war so groß, dass manche daran dachten, künftig Eisberge aus der Antarktis zur Süßwasserversorgung - im Sinne des Wortes - heranzuziehen. Eine Spezies rund um die Metropole litt kaum unter der Dürre: Paviane. Die dreisten und lernfähigen Affen eroberten unterdessen Häuser und Wohnungen und plünderten mit ausgefeilten Strategien, was die Menschen unbeobachtet ließen. Südafrika ist ein Land, das dank seiner besonderen Lage im Klammergriff zweier gewaltiger Meeresströmungen Überfluss wie Mangel erfährt und eine reiche Tierwelt hervorbrachte, die im Kampf ums Überleben besonders den Menschen zu fürchten hat.

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