Faszination Universum

  • Der Große Refraktor auf dem Potsdamer Telegrafenberg. Die Moderationen mit Prof. Harald Lesch kommen aus dem historischen Gebäude. Heute gehört es zum Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam. Mit dem Doppelteleskop wurde einst das Interstellare Medium entdeckt. Vergrößern
    Der Große Refraktor auf dem Potsdamer Telegrafenberg. Die Moderationen mit Prof. Harald Lesch kommen aus dem historischen Gebäude. Heute gehört es zum Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam. Mit dem Doppelteleskop wurde einst das Interstellare Medium entdeckt.
    Fotoquelle: ZDF/Thomas Gutberlit
  • Prof. Harald Lesch blickt zurück auf 13,8 Milliarden Jahre kosmischer Geschichte. Das historische Gebäude des Großen Refraktors auf dem Potsdamer Telegrafenberg bietet den passenden Rahmen. Vergrößern
    Prof. Harald Lesch blickt zurück auf 13,8 Milliarden Jahre kosmischer Geschichte. Das historische Gebäude des Großen Refraktors auf dem Potsdamer Telegrafenberg bietet den passenden Rahmen.
    Fotoquelle: ZDF/Thomas Gutberlit
  • Der englische Universalgelehrte Robert Hooke revolutionierte im 17. Jahrhundert die Vorstellung von Zeit. Seine Betrachtung von Ammoniten führte ihn auf die Spur einer geologischen Vergangenheit, die die bisherigen Zeit-Skalen sprengte. Vergrößern
    Der englische Universalgelehrte Robert Hooke revolutionierte im 17. Jahrhundert die Vorstellung von Zeit. Seine Betrachtung von Ammoniten führte ihn auf die Spur einer geologischen Vergangenheit, die die bisherigen Zeit-Skalen sprengte.
    Fotoquelle: ZDF/Thomas Gutberlit
  • Der englische Universalgelehrte Robert Hooke revolutionierte im 17. Jahrhundert die Vorstellung von Zeit. Seine Betrachtung von Ammoniten führte ihn auf die Spur einer geologischen Vergangenheit, die die bisherigen Zeit-Skalen sprengte. Vergrößern
    Der englische Universalgelehrte Robert Hooke revolutionierte im 17. Jahrhundert die Vorstellung von Zeit. Seine Betrachtung von Ammoniten führte ihn auf die Spur einer geologischen Vergangenheit, die die bisherigen Zeit-Skalen sprengte.
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  • Schon kurz nach ihrer Entstehung eroberten die ersten Bakterien die Erde. Doch bis eine Vielfalt an Leben entstand, wie wir sie heute sehen, dauerte es noch mehr als drei Milliarden Jahre. Als "Evolutionsbremse" haben Forscher den Stoff in Verdacht, den wir atmen. Vergrößern
    Schon kurz nach ihrer Entstehung eroberten die ersten Bakterien die Erde. Doch bis eine Vielfalt an Leben entstand, wie wir sie heute sehen, dauerte es noch mehr als drei Milliarden Jahre. Als "Evolutionsbremse" haben Forscher den Stoff in Verdacht, den wir atmen.
    Fotoquelle: ZDF/Getty
  • Der Flug einer Hummel war lange rätselhaft. Das menschliche Auge kann der schnellen Bewegung der Flügel nicht folgen. Erst moderne Kameratechnik enthüllte das Bewegungsmuster - und löste so das Rätsel. Vergrößern
    Der Flug einer Hummel war lange rätselhaft. Das menschliche Auge kann der schnellen Bewegung der Flügel nicht folgen. Erst moderne Kameratechnik enthüllte das Bewegungsmuster - und löste so das Rätsel.
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  • Die ersten Sterne entstanden bereits wenige 100 Millionen Jahre nach dem Urknall. Unsere Sonne und mit ihr die Erde jedoch erst neun Milliarden Jahre später. Ein Blick auf die Bausteine des Lebens verrät, warum so viel Zeit vergehen musste, bis Leben möglich wurde. Vergrößern
    Die ersten Sterne entstanden bereits wenige 100 Millionen Jahre nach dem Urknall. Unsere Sonne und mit ihr die Erde jedoch erst neun Milliarden Jahre später. Ein Blick auf die Bausteine des Lebens verrät, warum so viel Zeit vergehen musste, bis Leben möglich wurde.
    Fotoquelle: ZDF/Getty
  • Prof. Harald Lesch blickt zurück auf 13,8 Milliarden Jahre kosmischer Geschichte. Das historische Gebäude des Großen Refraktors auf dem Potsdamer Telegrafenberg bietet den passenden Rahmen. Vergrößern
    Prof. Harald Lesch blickt zurück auf 13,8 Milliarden Jahre kosmischer Geschichte. Das historische Gebäude des Großen Refraktors auf dem Potsdamer Telegrafenberg bietet den passenden Rahmen.
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  • Der englische Universalgelehrte Robert Hooke revolutionierte im 17. Jahrhundert die Vorstellung von Zeit. Seine Betrachtung von Ammoniten führte ihn auf die Spur einer geologischen Vergangenheit, die die bisherigen Zeit-Skalen sprengte. Vergrößern
    Der englische Universalgelehrte Robert Hooke revolutionierte im 17. Jahrhundert die Vorstellung von Zeit. Seine Betrachtung von Ammoniten führte ihn auf die Spur einer geologischen Vergangenheit, die die bisherigen Zeit-Skalen sprengte.
    Fotoquelle: ZDF/Thomas Gutberlit
Report, Dokumentation
Faszination Universum

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
ZDFinfo
Mo., 04.02.
05:45 - 06:30
Eine Frage der Zeit


Die Zeit-Skalen des Universums sprengen unsere Vorstellungskraft. Harald Lesch blickt zurück auf 13,8 Milliarden Jahre kosmischer Geschichte, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Wir erfassen nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit, am unteren Ende der Zeit-Skala versagen unsere Sinne: Schnelle Vorgänge entziehen sich unserer Wahrnehmung. Und doch waren gerade Zeiträume außerhalb unseres Zeithorizonts für unsere Entstehung entscheidend. Bei Zirkusvorstellungen geraten wir ins Staunen. Die Bewegungen der Artisten sind oft so schnell, dass das Auge nicht folgen kann. Doch auch die Artisten selbst haben keine Supersinne. Wie schaffen sie es, die Kunststücke zu koordinieren? Modernste Kameratechnik hilft, die Bewegungen zu entschlüsseln. In der Natur gibt es Wesen mit echten Supersinnen. Schon eine Stubenfliege ist uns bei der Wahrnehmung von Bewegungen weit überlegen. Der Mensch erfasst nur etwa 20 Bilder pro Sekunde, eine Fliege 200 - sie sieht wie in Zeitlupe. Diese unterschiedlichen Sinnesleistungen wurden über die Jahrtausende von der Evolution geformt. Zeiträume zu erfassen, die über unsere Lebensspanne hinausgehen, war für unser Überleben nicht wichtig. Und doch versuchen wir heute, uns das Unvorstellbare vorstellbar zu machen. Stellt man die kosmische Geschichte in einem Jahr dar, ergibt sich ein erstaunliches Bild: Verortet man den Urknall in der Silvesternacht um Mitternacht, dann formte sich im Lauf des Frühlings unsere Milchstraße. Unsere Sonne und mit ihr die Erde entstanden Anfang September. Und der Mensch betrat erst am 31. Dezember die Bühne. Warum hat das so lang gedauert? Ein Blick auf die Bausteine des Lebens verrät, warum Milliarden von Jahren vergehen mussten, bis Leben möglich wurde. Es ist noch gar nicht lange her, dass solch astronomische Zeiträume undenkbar schienen. Noch im 17. Jahrhundert glaubte man, die Erde könne höchstens 6000 Jahre alt sein - dieser Zeitraum ließ sich aus der biblischen Stammtafel herauslesen. Doch ein Mann sollte den Blick auf viel größere Zeiträume eröffnen: Robert Hooke. Der Universalgelehrte war einer der Ersten, der das gerade erfundene Mikroskop dazu nutzte, einen genauen Blick auf das Leben zu richten. Seine Betrachtung von Ammoniten führte ihn auf die Spur einer geologischen Vergangenheit, die alle biblischen Zeit-Skalen sprengte. Doch es sollte noch weitere zwei Jahrhunderte dauern, bis eine Methode entdeckt wurde, die die genaue Bestimmung geologischer Zeitalter ermöglichte: die radiometrische Datierung. Dank dieser Methode wissen wir heute, wann etwa das Leben entstand: Spuren im Gestein in Nordkanada deuten darauf hin, dass die ersten Bakterien vor bereits vier Milliarden Jahren die Erde eroberten. Doch bis aus diesen Bakterien eine Vielfalt an Leben entstand, wie wir sie heute sehen, dauerte es noch drei weitere Milliarden Jahre. Was hat die Entwicklung verzögert? Forscher haben den Stoff in Verdacht, den wir atmen. Heute versuchen wir, immer mehr in immer kürzere Zeiträume zu pressen. Die Erfindung der modernen Mobilität, die automatisierte Fließbandarbeit und die digitale Revolution haben tatsächlich viele Dinge beschleunigt. Doch die Natur tickt auch heute noch auf den gleichen Zeit-Skalen wie vor Milliarden von Jahren - der Takt des Lebens lässt sich nicht beschleunigen. Im Großen Refraktor auf dem Potsdamer Telegrafenberg geht Harald Lesch den Fragen der Zeit nach. Das historische Gebäude beherbergt die erste speziell für Astrophysik errichtete Sternwarte und gehört zum Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam.

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