Feind ist, wer anders denkt - Geheimnisse der Stasi

  • Das Ministerium für Staatssicherheit war die mächtigste und gleichzeitig meist gefürchtete Behörde der DDR - in Berlin-Lichtenberg stand die riesige Zentrale. Vergrößern
    Das Ministerium für Staatssicherheit war die mächtigste und gleichzeitig meist gefürchtete Behörde der DDR - in Berlin-Lichtenberg stand die riesige Zentrale.
    Fotoquelle: ZDF/Elias Benkelmann
  • Der Schreibtisch von Minister Erich Mielke: 32 Jahre herrschte Mielke im Ministerium für Staatssicherheit und ließ auch die eigene Bevölkerung bespitzeln. Vergrößern
    Der Schreibtisch von Minister Erich Mielke: 32 Jahre herrschte Mielke im Ministerium für Staatssicherheit und ließ auch die eigene Bevölkerung bespitzeln.
    Fotoquelle: ZDF/Thomas Schneider
  • Irmgard Bittners Sohn wurde bei einem Fluchtversuch erschossen. Die Stasi hat den Fall vertuscht, sie weiß bis heute nicht, wo er beerdigt wurde. Vergrößern
    Irmgard Bittners Sohn wurde bei einem Fluchtversuch erschossen. Die Stasi hat den Fall vertuscht, sie weiß bis heute nicht, wo er beerdigt wurde.
    Fotoquelle: ZDF/Thomas Schneider
  • Zu DDR-Zeiten hatten hier nur Mitarbeiter Zutritt: die Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Vergrößern
    Zu DDR-Zeiten hatten hier nur Mitarbeiter Zutritt: die Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg.
    Fotoquelle: ZDF/Stephan Zwickirsch
  • Informationen um jeden Preis: Unter dem Decknamen "Wolf" hat er als Romeo-Agent für die Stasi junge Frauen ausspioniert. Vergrößern
    Informationen um jeden Preis: Unter dem Decknamen "Wolf" hat er als Romeo-Agent für die Stasi junge Frauen ausspioniert.
    Fotoquelle: ZDF/Thomas Schneider
  • 111 Kilometer Stasi-Akten wurden 1990 vor der Zerstörung gerettet. Sie veranschaulichen, wie einer der erfolgreichsten Geheimdienste der Welt gearbeitet hat. Vergrößern
    111 Kilometer Stasi-Akten wurden 1990 vor der Zerstörung gerettet. Sie veranschaulichen, wie einer der erfolgreichsten Geheimdienste der Welt gearbeitet hat.
    Fotoquelle: ZDF/Thomas Schneider
Report, Zeitgeschichte
Feind ist, wer anders denkt - Geheimnisse der Stasi

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
So., 10.02.
18:45 - 19:40
Gegen die Genossen


Am 6. Mai 1974 tritt Bundeskanzler Willy Brandt zurück. Er zieht damit die Konsequenzen aus der Guillaume-Affäre. Es ist eine Zäsur in der Beziehung beider deutscher Staaten. Dass ausgerechnet der Bundeskanzler, der durch seine neue Ostpolitik eine Annäherung zwischen der Bundesrepublik und der DDR ins Werk gesetzt hat, wegen eines enttarnten Agenten in seinem Umfeld den Hut nehmen muss, ist ein klassisches Eigentor der Stasi. Trotzdem verschlechtern sich die Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten nicht wirklich - im Gegenteil. Die Verabschiedung der KSZE-Schlussakte von Helsinki manifestiert 1975 die internationale Anerkennung der DDR und damit die Grenzen zwischen den beiden Blöcken. Die dreiteilige Dokumentation "Feind ist, wer anders denkt - Geheimnisse der Stasi" zeigt zum ersten Mal chronologisch die Entwicklung der Staatssicherheit der DDR. Was machte die Stasi zu einem der erfolgreichsten Geheimdienste der Welt? Welche Abgründe verbergen sich noch in den 111 Kilometern Akten, die nach dem Ende der Staatssicherheit vor der Vernichtung gerettet wurden? Bis heute ist die Stasi beeindruckend und beängstigend. Sie war Geheimpolizei und Nachrichtendienst in einem einzigen, gigantischen Imperium. Beim Mauerfall beschäftigt sie über 91 000 Hauptamtliche und 189 000 inoffizielle Mitarbeiter. Das macht die Stasi zum größten Arbeitgeber der DDR. Die Filme erzählen bekannte und unbekannte Fälle, von Schauprozessen und Entführungen, von Mordanschlägen und Bespitzelungen - sogar unter Freunden und Liebespaaren. Und von dem Mann, der fast 40 Jahre lang den Takt angab: Minister Erich Mielke, linientreuer Kommunist und skrupelloser Geheimdienst-Chef. Den Autoren ist es gelungen, für diese Doku-Reihe zahlreiche ehemalige Stasi-Mitarbeiter für Interviews zu gewinnen - darunter auch der Leiter des Auslandsgeheimdienstes, Werner Großmann. Mit welch ausgefeilter Technik die Agenten ihre Feinde bespitzelt haben, zeigt ein Spionage-Experte in der Dokumentation. Zu Wort kommen außerdem zahlreiche Opfer der Staatssicherheit und prominente Zeitzeugen, wie der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Hochrangige Historiker ordnen die brisanten Fälle ein.


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