Festspiel der deutschen Sprache 2018

Kultur, Literatur
Festspiel der deutschen Sprache 2018

MDR
Do., 18.10.
23:35 - 00:20
Johann Wolfgang von Goethe: "Iphigenie auf Tauris"


Mehr als 20.000 Besucher pilgern jährlich nach Bad Lauchstädt, um in den Genuss einer Aufführung in historischer Kulisse zu kommen, denn die hölzerne barocke Bühnenmaschinerie des Lauchstädter Theaters funktioniert und fasziniert bis heute. Nicht zuletzt das jährlich veranstaltete "Festspiel der deutschen Sprache" bringt internationales Kolorit in den Kurort. Das von Kammersängerin Edda Moser initiierte Festspiel wird seit 2007 im Goethe-Theater ausgetragen. Seither bildet es eine angesehene Veranstaltungsreihe zum wertvollen Erhalt und zur Pflege der deutschen Sprache. In diesem Jahr steht Goethes Drama "Iphigenie auf Tauris" auf dem Programm, das in besonderem Maße das Menschenideal der Weimarer Klassik widerspiegelt. Goethe hat die Vorlage der griechischen Tragödie von Euripides stark abgewandelt. In Iphigenie begegnet uns ein Idealbild des Menschen, bei dem der Geist den Naturmenschen besiegt, wie Goethe es auch in seinem "Faust" beschreibt. Dem Bühnenwerk werden besondere Bezüge zur Biografie seines Dichters unterlegt. Die Uraufführung der Prosafassung fand 1779 in Weimar mit Corona Schröter in der Titelrolle statt, festgehalten in dem berühmten Gemälde von Georg Melchior Kraus mit Goethe als Orest. Im August 1802 wurde das Stück im neu erbauten Lauchstädter Theater aufgeführt, mit der legendären Amalia Malcolmi in der Titelrolle und vermutlich in der von Schiller im Mai 1802 auf Geheiß Goethes hergestellten Bühnenfassung. Mit "Iphigenie auf Tauris" wurde das Goethe-Theater Bad Lauchstädt 1908, nach seiner Rettung durch den Halleschen Bankier Heinrich Lehmann, festlich wiedereröffnet.


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