Die Abiturienten Damien und Pierre ermorden eine junge Frau aus der Nachbarschaft. Überzeugt, dass sich der Mord nicht auf sie zurückführen lässt, versuchen sie danach, den Alltag wie gewohnt zu bestreiten. Als sie nach vollendeter Tat aus dem Hauseingang auf die Straße stürmen, begegnen sie Zoé, der Optikerin aus dem Viertel. Zoé fällt sofort auf, wie aufgewühlt die beiden sind. Sie hebt einen Handschuh auf, den Pierre fallen lässt. Als Zoé am nächsten Tag von dem Mord hört, ist sie alarmiert. Aber kann das sein? Sie beginnt, der Sache nachzugehen. Es ist das letzte Schuljahr, die Abschlussprüfungen stehen bevor. Doch lässt sich das Geschehene nicht so einfach ausblenden. Besonders Pierre hat mit seinem schlechten Gewissen zu kämpfen, während Damien zunächst abgebrüht wirkt. Erst die Lektüre von Hannah Arendts Buch "Die Banalität des Bösen" und die Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte während der NS-Zeit lassen ihn zweifeln. Deprimiert, wenn auch zeitweilig von pubertärem "Fieber" ergriffen, bestreiten die beiden Jugendlichen die Schulferien. Doch den bitteren Beigeschmack des banalen, absurden Alltags werden sie nicht mehr los. Inmitten des fröhlichen Sommertreibens lastet die Schuld schwer auf ihnen. Und auch Zoé ist vom "Fieber" befallen. Auch sie kann ihr Leben so nicht weiterführen. Ein anspruchsvoller Film, der Bezug nehmend auf Hannah Arendts Überlegungen zur "Banalität des Bösen" die Frage nach der Schuld und dem Umgang mit ihr neu stellt.