Sieben Tage nach einem harmlosen Autounfall erwacht ein Mann in einem fremden Bett neben einer Frau, die er nie zuvor gesehen hat. Sein Gesicht im Spiegel kennt er nicht. Totaler Gedächtnisverlust. Die ersten 45 Lebensjahre des Mannes sind ausgelöscht - für immer. In den 18 Jahren seit jenem schicksalsträchtigen Unfall hat sich ein neuer Mensch entwickelt: Er nennt sich New Richard und trennte sich von seiner Familie. Zusammen mit einer neuen Freundin fing er ein neues Leben an, weit weg von seiner alten Existenz. Der Filmemacher Rick Minnich ist der älteste Sohn von Old Richard. Er begibt sich auf die Reise zurück in die Heimat und in die Vergangenheit seines Vaters. Unterstützt von den Erinnerungen seiner großen Patchworkfamilie und alten Home-Videos, hinterfragt er die Krankheit des Vaters wie auch die Verdächtigungen und Gerüchte, die schon bald nach dem Gedächtnisverlust aufkamen. Denn Richard hinterließ nicht nur alle Erinnerungen, sondern auch das Gefühl, dass da irgendetwas nicht stimmt. Aus den Erzählungen der Familienmitglieder und alten Kollegen entwickelt sich das Bild eines Mannes, den Minnich nicht als seinen Vater kannte und der in seinem alten Leben stark unter Druck stand. Er ließ alle anderen zurück, die diesem Verlust bis heute ratlos gegenüberstehen und ihn kaum verarbeitet haben. Nun will Rick Minnich, zusammen mit seinem Halbbruder Justin, seinen Vater im fernen Oregon besuchen. Sie wollen wissen, was wirklich passiert ist und die eine, alles entscheidende Frage stellen: Kann er sich denn wirklich nicht an sie erinnern? Facettenreich, subtil und spannend wie ein Krimi ist Rick Minnichs dokumentarische Spurensuche nach seinem Vater und dessen Geschichte. Der Film gibt sehr persönliche Einblicke in die Gefühle einer Familie, die auf ganz unterschiedliche Weise mit einem Trauma umgeht. Darüber hinaus stellt er die universelle Frage nach der Konstruktion der eigentlichen Wirklichkeit und nach der eigenen Identität.