Fritz Bauer

  • Fritz Bauer war mehr daran interessiert, die Rolle aufzuzeigen, die das Lager Auschwitz im deutschen Vernichtungsprogramm spielte, als an der Strafverfolgung von beteiligten Einzelpersonen. Vergrößern
    Fritz Bauer war mehr daran interessiert, die Rolle aufzuzeigen, die das Lager Auschwitz im deutschen Vernichtungsprogramm spielte, als an der Strafverfolgung von beteiligten Einzelpersonen.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Fritz Bauer ist überzeugt, dass nur ein großer Auschwitzprozess in Deutschland ein Bewusstsein schaffen kann für den NS-Massenmord, der stattgefunden hat. Vergrößern
    Fritz Bauer ist überzeugt, dass nur ein großer Auschwitzprozess in Deutschland ein Bewusstsein schaffen kann für den NS-Massenmord, der stattgefunden hat.
    Fotoquelle: ARTE France
  • 1963 erreicht Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt in Frankfurt/Main, wofür er unermüdlich gekämpft hat: Die in Auschwitz begangenen Verbrechen kommen vor Gericht. Vergrößern
    1963 erreicht Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt in Frankfurt/Main, wofür er unermüdlich gekämpft hat: Die in Auschwitz begangenen Verbrechen kommen vor Gericht.
    Fotoquelle: ARTE France
Report, Geschichte
Fritz Bauer

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 28/05 bis 14/06
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2016
arte
Di., 28.05.
21:55 - 22:55
Generalstaatsanwalt. Nazi-Jäger


Fünfzehn Jahre des unverhofften Wirtschaftswunders gingen ins Land, bis eine bundesdeutsche Staatsanwaltschaft erstmals systematische und umfassende Ermittlungen gegen SS-Personal des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau einleitete und im Rahmen eines Sammelverfahrens den Versuch unternahm, den Verbrechenskomplex Auschwitz aufzuklären. Auf Antrag des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer hin fanden ab April 1963 in Frankfurt die sogenannten Auschwitzprozesse statt, bei denen Befehlsgeber und Handlanger der NS-Vernichtungspolitik im KZ Auschwitz-Birkenau verurteilt wurden. Fritz Bauer, der sich als Humanist und Demokrat verstand, wusste nur zu gut, dass viele der einstigen Täter nach dem Krieg wichtige Positionen in Staat und Gesellschaft eingenommen hatten. Sein entschiedenes Eintreten für die juristische Aufarbeitung der Nazizeit zwang die Bundesrepublik, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Bauer begann die Ermittlungen im Frühjahr 1959 auf der Basis von authentischen Dokumenten, die gezielte Tötungen von Auschwitz-Häftlingen durch SS-Leute belegten. Im April 1963 konnte gegen 23 SS-Angehörige und einen Funktionshäftling Anklage erhoben werden. Wenige Tage vor Weihnachten 1963 begann die Hauptverhandlung schließlich gegen 22 Angeklagte. Der Prozess umfasste insgesamt 183 Verhandlungstage bis August 1965, in deren Verlauf 360 Zeugen vernommen wurden. Mit den Verfahren gegen jene, die an der Planung und Ausführung der "Endlösung" beteiligt waren, wollte Bauer zum einen erreichen, dass Schuldige verurteilt werden, zum anderen aber den Deutschen auch die Verbrechen vor Augen führen, die im Dritten Reich in ihrem Namen begangen worden waren. Der jungen Generation gab Bauer eine Botschaft mit auf den Weg, die zu einer radikal neuen Haltung führen sollte: Dass es in einem Unrechtsstaat eine moralische Pflicht ist, Widerstand zu leisten.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

ARD Karin Dauenheimer outete sich 1983 am Evangelischen Kirchentag in Dresden als lesbische Frau. Wegen Gruppenbildung wurde sie von der Stasi beobachtet.

Der "Schwulen-Paragraf" - Geschichte einer Verfolgung

Report | 27.05.2019 | 23:30 - 00:15 Uhr
/500
Lesermeinung
arte Seine SS-Offizierskappe diente dem Archäologen Gustav Riek als beliebtes Fotomotiv.

TV-Tipps "Blut und Boden". Nazi-Wissenschaft

Report | 28.05.2019 | 20:15 - 21:55 Uhr
/500
Lesermeinung
arte Maureen Sweeneys Aufzeichnungen warfen General Eisenhowers Invasionspläne über den Haufen und zwangen ihn dazu, zwischen den  britischen und US-Wetterexperten und den Generälen zu vermitteln. Die heute 96-Jährige liefert einen einmaligen Zeitzeugenbericht.

Drei Tage im Juni 1944

Report | 28.05.2019 | 22:55 - 23:50 Uhr
/500
Lesermeinung
News
14 Paare sind angetreten, um bei "Let's Dance" ins Finale zu kommen. Folge für Folge scheidet ein Paar, bestehend aus einem Promi-Kandidaten und einem Profi-Tänzer aus. Wen es getroffen hat, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

14 Kandidaten sind in der zwölften Staffel von "Let's Dance" angetreten, um ins Finale zu kommen. Do…  Mehr

Wie bewerten Sie unsere prisma-Seiten? Welche Anzeigenmotive gefallen Ihnen gut? Wo kann sich prisma weiterentwickeln? Machen Sie mit bei prisma-Trend!

Machen Sie mit und registrieren Sie sich jetzt für unser neues Online-Befragungsprojekt prisma-Trend…  Mehr

Wiedersehen: Franz Leitmayr (r.) und Mikesch kennen sich von früher.

Ein Jugendfreund von Kommissar Leitmayr wird von einem Junkie angestochen. Von Krankenhaus und Poliz…  Mehr

Der "Wir sagen Danke."-Online-Spot, den Edeka zum Muttertag veröffentlicht hatte, wurde heftig kritisiert. Zu Recht, befand nun der Deutsche Werberat.

Für seinen Werbespot zum Muttertag musste sich Edeka in den sozialen Medien viel Kritik anhören. Nun…  Mehr

Ralf Rangnick will RB Leipzig zu seinem ersten Titel führen. Der Trainer kennt das "Gänsehaut-Gefühl" im Berliner Olympiastadion. Rangnick holte den DFB-Pokal 2011, damals als sportlicher Verantwortlicher von Schalke 04.

Am Samstagabend überträgt die ARD das Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig live…  Mehr