Frontal 21

  • Neuwertige Amazon-Ware in Plastikwanne. Vergrößern
    Neuwertige Amazon-Ware in Plastikwanne.
    Fotoquelle: ZDF/ZDF/Frontal 21
  • Neuwertige Amazon-Ware in Plastikwannen mit Hinweisschild "Destroy". Vergrößern
    Neuwertige Amazon-Ware in Plastikwannen mit Hinweisschild "Destroy".
    Fotoquelle: ZDF/ZDF/Frontal 21
  • Amazon-Hinweisschild "Destroy". Vergrößern
    Amazon-Hinweisschild "Destroy".
    Fotoquelle: ZDF/ZDF/Frontal 21
  • Neuwertige Amazon-Ware in Pappkarton. Vergrößern
    Neuwertige Amazon-Ware in Pappkarton.
    Fotoquelle: ZDF/ZDF/FRontal 21
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    Sendungslogo "Frontal 21".
    Fotoquelle: ZDF/Corporate Design
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    Logo frontal 21
    Fotoquelle: ZDF
Report, Infomagazin
Frontal 21

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2001
ZDF
Di., 12.06.
21:10 - 21:45


Für Empörung haben die Beiträge schon des Öfteren gesorgt. Denn die knallharten Recherchen decken auf, was bisher politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich im Verborgenen lag.

Thema:

Amazon vernichtet neuwertige Waren - Retouren für den Müll

Der Onlinehändler Amazon vernichtet massenhaft Retouren und neuwertige Produkte. Interne Produktlisten, Fotos und Aussagen von Mitarbeitern belegen, dass in großem Umfang Güter aller Art in den deutschen Logistiklagern entsorgt werden - beispielsweise Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschinen, Handys, Tablets, Matratzen und Möbel. Eine Amazon-Mitarbeiterin berichtet, dass sie jeden Tag Waren im Wert von mehreren Zehntausend Euro vernichtet habe. Mehrere Beschäftigte kritisieren übereinstimmend, Amazon würde nicht nur unbrauchbare Produkte entsorgen, sondern auch funktionstüchtige, teilweise sogar neue Produkte zerstören.
Amazon bestreitet die Vernichtung von Waren nicht, teilt aber mit, das Unternehmen arbeite jeden Tag an der Verbesserung von Prozessen, um "so wenig Produkte wie möglich entsorgen zu müssen". Weiter heißt es: "Wenn Produkte nicht verkauft, weiterverkauft oder gespendet werden können, arbeiten wir mit Aufkäufern von Restbeständen zusammen, die diese Waren weiterverwenden."
Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, fordert Amazon auf, die Vorwürfe aufzuklären. "Das ist ein riesengroßer Skandal, denn wir verbrauchen auf diese Weise Ressourcen mit allen Problemen insgesamt auf der Welt. Ein solches Vorgehen passt einfach nicht in diese Zeit." Und weiter: "Ich bin überzeugt, dass viele Verbraucher von einem solchen Verhalten schockiert sind und es auch nicht akzeptieren werden", so Flasbarth. Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer nennt die Praxis von Amazon "unverantwortlich". Die Umweltorganisation Greenpeace fordert Konsequenzen: "Wir brauchen ein gesetzliches Verschwendungs- und Vernichtungsverbot für neuwertige und gebrauchsfähige Ware", sagt Greenpeace-Expertin Kirsten Brodde.
Deutschlands größter Onlinehändler bietet auch externen Anbietern, die den Logistikservice "Versand durch Amazon" nutzen, die Möglichkeit, unverkaufte Lagerbestände zu entsorgen. "Sie können Ihren Lagerbestand auf Wunsch von uns entsorgen lassen", heißt es in einer Angebotsübersicht von Amazon. Interne Dokumente zeigen, dass der Service offenbar rege genutzt wird. Auf Produktlisten, die "Frontal 21" und der "WirtschaftsWoche" vorliegen, tauchen zum Beispiel Kinderturnschuhe, Kopfhörer sowie Hunderte weitere Artikel auf - für einen einzigen Tag, in einem einzigen Lager. Sie wurden intern mit der Versandmethode "Destroy" gekennzeichnet.

Hooligans vor der Fußball-WM - Bereit für die Gewalt

In dieser Woche beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Präsident Wladimir Putin hat sein Land auf eine sichere WM eingeschworen. Doch noch immer sind die Bilder der vergangenen Europameisterschaft im Fußball präsent, als russische Hooligans im Sommer 2016 für erschreckende Bilder sorgten. Auch deutsche gewaltbereite Gruppen machten damals, bei dem Fußballturnier in Frankreich, Jagd auf Fans.
Sicherheitsbehörden und Experten sind alarmiert, denn zunehmend richtet sich die Gewalt der Hooligans nicht nur gegen gegnerische Gruppen, sondern auch gegen Andersdenkende und Flüchtlinge. Ein Großteil der Hooliganszene tendiere nach rechts, warnt der Rechtsextremismus-Forscher Robert Claus. In den vergangenen zehn Jahren sei die Szene sehr stark in den professionellen Kampfsport gegangen, weil er nah am Straßenkampf sei.
Inzwischen sind die Hooligans europaweit vernetzt und finanzieren sich durch rechtsextreme Kampfsportlabels. Neonazis wiederum haben das Gewaltpotenzial der Hooliganszene entdeckt. "Frontal 21" über gewaltbereite Hooligans und die rechte Kampfsportszene mit Blick auf die bevorstehende Fußball-WM in Russland.

Polit-Duell in Sachsen - AfD gegen CDU

Es war die bitterste Niederlage für den CDU-Politiker Michael Kretschmer, den amtierenden Ministerpräsidenten in Sachsen: Bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 verlor er sein Direktmandat an den AfD-Kandidaten Tino Chrupalla - und bei den Zweitstimmen wurde die AfD stärkste Kraft. Im Sommer 2019 wählen die Sachsen einen neuen Landtag. Wenn die AfD dann wieder die meisten Stimmen holt, würde das die Machtverhältnisse auf den Kopf stellen.
Tino Chrupalla hat zwar seine Kandidatur noch nicht offiziell erklärt, seine Kampfansage an die CDU aber ist unmissverständlich: "Wir wollen stärkste Partei werden und können uns auch nur eine Koalition mit der CDU vorstellen, in der die CDU Juniorpartner ist." Die stärkste Partei stelle in der Regel den Ministerpräsidenten, so der AfD-Politiker, "das sollte und muss unser Ziel sein".
Michael Kretschmer tourt derzeit durchs Land, will nah ran an die Bürger, um Wähler für die CDU zurückzuholen. Nach der Landtagswahl werde er "auf jeden Fall nicht" mit der AfD Gespräche führen, sagt Kretschmer, "weil es sich sowohl vom Inhalt, als auch von den Personen total verbietet".
"Frontal 21" über den Machtkampf in Sachsen ein Jahr vor der Landtagswahl.



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