Frontal 21

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Fotoquelle: ZDF/Corporate Design
Report, Infomagazin
Frontal 21

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Heute
07:45 - 08:28


Für Empörung haben die Beiträge schon des Öfteren gesorgt. Denn die knallharten Recherchen decken auf, was bisher politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich im Verborgenen lag.
Rechnen und rappen Schule im Brennpunkt An der Kepler-Schule in Berlin-Neukölln zeigt sich, worüber Deutschland derzeit diskutiert: die Herausforderung der Integration. Vor allem zeigt sich eine Politik, die jene im Stich lässt, die durch Armut an der Bildungsungerechtigkeit leiden, und Lehrer, die als Lebenshelfer alles für ihre Schüler geben. Ein Schulhalbjahr lang begleitet "Frontal 21" die Kinder der Klasse 8b und ihre Lehrer. Der Film gibt seltene Einblicke in das Leben der Teenager im Problemkiez und in ihren Schulalltag, bei dem es oft nicht um Fächer wie Mathe oder Deutsch geht, sondern darum, Kindern ohne Chance eine Chance zu geben. Bootsflüchtlinge im Mittelmeer Abweisen und abschrecken Während die Zahl der Migranten nach Europa stetig sinkt, steigen die politischen Spannungen um das Thema. In immer mehr europäischen Ländern geben populistische Parteien den Anti-Einwanderungston an. Europa schottet sich zunehmend ab. Die neue italienische Regierung verweigert mittlerweile kategorisch allen Schiffen die Einfahrt in ihre Häfen, die Geflüchtete aus dem Mittelmeer gerettet haben. Besatzungen von Booten privater Hilfsorganisationen warten in Italien oder Malta auf ihre Prozesse. Über die Frage, ob die Helfer wirklich Retter sind oder den Schleusern bei ihrem schmutzigen Geschäft in die Hände spielen, ist eine Kontroverse entbrannt. "Frontal 21" fragt: Gehen Europas Werte auf dem Mittelmeer verloren und sind neue Grenzen längst salonfähig geworden? Risiko Berufsunfähigkeit Versichert und trotzdem schutzlos Was passiert, wenn man den eigenen Beruf wegen Krankheit oder den Folgen eines Unfalls irgendwann nicht mehr ausüben kann, darüber möchte sich kaum einer Gedanken machen. Doch so gut wie jeder Experte betont: Menschen sollen ihre Arbeitskraft absichern. Trotzdem haben laut Versicherungsbranche nur rund 25 Prozent aller Arbeitskräfte in Deutschland eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Denn seit 2001 ist sie eine reine private Vorsorge. Mit den großen Sozialreformen der damaligen rot-grünen Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder und Arbeitsminister Walter Riester wurde die staatliche Berufsunfähigkeitsabsicherung aus der gesetzlichen Rentenversicherung herausgelöst und durch eine Erwerbsminderungsrente ersetzt. Doch die ist für viele Arbeitnehmer, Selbständige oder Beamte keine Alternative. Denn sie zahlt nur, wenn Menschen gar nicht mehr oder so gut wie gar nicht mehr arbeiten können - und die Renten sind auch relativ niedrig. Aber auch diejenigen, die eine BU-Versicherung abgeschlossen haben, können sich im Schadensfall nicht unbedingt auf eine Zahlung verlassen. Immer wieder gibt es Auseinandersetzungen mit dem Versicherer darüber, ob tatsächlich eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Wenn das der Fall ist, kann es durchaus Jahre dauern, bis die Betroffenen Leistungen erhalten. "Frontal 21" über den nicht ausreichenden Schutz vor Berufsunfähigkeit und Probleme mit der Versicherung im Leistungsfall. Gezielte Provokationen Welche Strategien verfolgt Seehofer?
Bundesinnenminister Horst Seehofer hätte die deutsche Regierung beinahe zerbrechen lassen, an der Frage, wie mit Migranten an der Grenze zwischen Bayern und Österreich umzugehen sei. Kaum hatten sich die Koalitionspartner in Berlin halbwegs geeinigt, legte Seehofer bei einer Pressekonferenz seinen umstrittenen "Masterplan Migration" auf den Tisch - und damit auch die gleichen sprachlichen Provokationen, dazu neue: "Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden". Für diese Äußerung erntete er viel Kritik. Seitdem nun bekannt wurde, dass einer der abgeschobenen Afghanen Suizid begangen hatte, schweigt der Innenminister. Die Bundesbürger quittieren den Dauerstreit mit der Kanzlerin über die Flüchtlingspolitik in jüngsten Umfragen, indem sie Seehofer als Minister nicht mehr für tragbar halten. Laut ZDF-Politbarometer finden nur noch 37 Prozent gut, dass er weiter Bundesinnenminister bleibt, 57 Prozent sind dagegen. "Frontal 21" hat sich in Seehofers Heimat Ingolstadt umgehört. Dort machen sich Bürger und Parteigenossen inzwischen ihren ganz eigenen Reim auf das Verhalten des CSU-Vorsitzenden und ehemaligen bayerischen Landesvaters. Denn Deutschland hätte viel dringendere Probleme zu lösen als ihnen Horst Seehofer gerade weismachen will.


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