Frontal 21

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Fotoquelle: ZDF/Corporate Design
Report, Infomagazin
Frontal 21

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Fr., 31.08.
08:00 - 08:45


Für Empörung haben die Beiträge schon des Öfteren gesorgt. Denn die knallharten Recherchen decken auf, was bisher politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich im Verborgenen lag.
Hitze, Dürre, Futtermangel Klimawandel und die deutschen Bauern Monatelang haben die Dürre-Bauern in Deutschland auf erlösenden Regen gewartet, jetzt gibt es für sie schon mal "warmen Regen" aus Berlin: Für ihre Ernteausfälle aufgrund der Hitze und der anhaltenden Trockenheit hat ihnen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner insgesamt bis zu 340 Millionen Euro an Hilfszahlungen von Bund und Ländern zugesagt. Dabei erhalten deutsche Bauern Jahr für Jahr bereits insgesamt mehr als sechs Milliarden Euro Agrarsubventionen aus Brüssel. Und bei Schlechtwetter rufen sie gleich wieder nach Unterstützung vom Staat - getreu dem Motto: Ob Sonne scheint, ob Regen fällt, der Landwirt ruft nach Steuergeld! Fast fünf Milliarden der EU-Fördermittel sind Direktzahlungen an die Landwirte, zirka 300 Euro pro Hektar Land. Diese Zahlungen machen im Schnitt fast die Hälfte des Einkommens der Betriebe aus und sind relativ unabhängig davon, wie die Fläche bewirtschaftet wird. Agrarwissenschaftler fordern deshalb seit Jahren einen Umbau der Agrarpolitik und statt pauschaler Flächensubvention mehr Tier- und Umweltschutz. Deutschlands Landwirte müssten sich umstellen, mit dem veränderten Wetter umgehen lernen und mehr eigene Rücklagen bilden. Doch ist das so einfach möglich? "Frontal 21" geht den Fragen nach, was Dürreschäden mit EU-Subventionen zu tun haben und was sich nach dem Sommer 2018 ändern kann, damit deutsche Bauern künftig in Schlechtwetter-Jahren nicht nach "Vater Staat" rufen müssen. Angriff auf die Pressefreiheit Strategie von rechts Immer wieder zeigen AfD- und Pegida-Demonstranten Journalisten an. Der Vorwurf: Die Pressevertreter hätten die Persönlichkeitsrechte der Protestierer verletzt. Dabei müssen Demonstranten sich filmen lassen. Doch häufig fallen Polizisten auf die Strategie der Rechten herein und hindern Journalisten an der Arbeit. So erlebte es ein "Frontal 21"-Team in Dresden, so geschah es Journalisten in Bayern und in Baden-Württemberg. Mit den Worten "Die Pressefreiheit ist jetzt ausgesetzt" wurden Reporter in Stuttgart von Polizisten an ihrer Berichterstattung über die rechtsextreme "Identitäre Bewegung" gehindert. In München erstattete ein Pegida-Anhänger Anzeige gegen einen Beobachter, der ein Flugblatt verteilte, und kam damit bei der Polizei durch. "Frontal 21" über Strategien der Rechten gegen die Presse und über das fragwürdige Verhalten der Polizei. Debatte um "Spurwechsel" Bleiberecht für Asylbewerber Abgelehnte, aber geduldete Asylbewerber sollten in Deutschland bleiben dürfen, wenn sie ihr eigenes Geld verdienen, fordern zahlreiche Unternehmer und die SPD. Sie wollen einen "Spurwechsel" durchsetzen. Aus Sicht der Wirtschaft ist dieser längst überfällig und überlebensnotwendig, da die Personalprobleme in vielen Branchen groß sind. Einige Firmen stellen deshalb bereits Geflüchtete ein und bilden sie aus. Oft müssen sie dann aber miterleben, wie diese abgeschoben werden. In Baden-Württemberg etwa fordern inzwischen über 100 Unternehmen ein Bleiberecht für alle Asylbewerber, die inzwischen bei ihnen arbeiten. Doch die CDU-Spitze hat dem "Spurwechsel" eine Absage erteilt. "Nach außen das Signal zu geben, Du kannst kommen, und es wird im Grunde dann nicht mehr unterschieden, das finde ich nicht richtig", kritisiert Bundeskanzlerin Angela Merkel. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer befürchtet, das Asylrecht werde zu "einer Art Ersatzzuwanderungsrecht" gemacht. Auch die CSU ist dagegen. Die SPD schlägt nun eine Stichtagsregelung vor. Gut integrierte Asylbewerber, die zum 1. August 2018 bereits in einem Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis standen, sollten in Deutschland bleiben dürfen, meint die SPD-Innenpolitikerin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Eva Högl. "Frontal 21" über den ewigen Konflikt der Zuwanderungspolitik. Pillen, Pulver und Heilsversprechen Geschäft auf Kosten kranker Kinder Diagnose Autismus - für Eltern, die damit konfrontiert werden, ein Schock. Denn in vielen Fällen heißt das: Ihr Kind wird vielleicht ein Leben lang auf Hilfe oder sogar Pflege angewiesen sein. Bei einem von 100 Kindern wird heute die Diagnose Autismus gestellt, eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die nicht heilbar ist. Doch genau das behaupten Alternativmediziner und selbst ernannte Wissenschaftler. Die Anbieter alternativer Heilmethoden werben für Pillen und Pulver, um den Körper zu entgiften, für Fußbäder oder auch für die Sauerstoffüberdruckkammer. All das hilft angeblich gegen Autismus. In der Hoffnung auf Heilung sind Eltern bereit, viel Geld für diese Produkte zu zahlen. Manche davon sind alles andere als harmlos, warnen Fachärzte und Gesundheitsbehörden. Der amerikanische Mediziner Paul Offit spricht von Quacksalberei der übelsten Art: "Wer profitiert? Nicht das Kind, nicht die Eltern, sondern der Behandler, der Geld damit macht - und die Hersteller der Ergänzungsmittel, deshalb werben sie überall." "Frontal 21" über den wachsenden Markt für falsche Heilsversprechen und Profite auf Kosten kranker Kinder.


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