Früher war alles besser: Es gab Vollbeschäftigung, weniger Leistungsdruck, alles war billiger, und man blieb sich treu bis in den Tod. Oder reden wir uns die Vergangenheit etwa nur schön? Die Dokumentation nimmt "die guten alten Zeiten" unter die Lupe und befragt prominente Zeitzeugen und Experten: Was war früher besser, was schlechter? Was ist Nostalgie, und was macht sie mit uns? Und: Was können wir aus den guten alten Zeiten lernen? Jedes Jahrzehnt hat bahnbrechende Veränderungen mit sich gebracht - technische Errungenschaften, aber auch sozialen und politischen Wandel. Was hat das für unseren Alltag bedeutet? Wie war die Kindheit in den 50er-Jahren im Vergleich zu heute? Wie hat sich die Rolle der Frau verändert? Und wie hat der technische Fortschritt unser Leben verändert? Jede Generation verbindet mit ihrer Jugend ein bestimmtes Lebensgefühl, eng verknüpft mit Mode, Musik und politischen Meilensteinen jener Zeit. Wenn wir uns daran erinnern, verfallen wir gern in nostalgische Schwärmerei. Hängen bleibt vor allem das Positive. Erinnerungen geben uns ein warmes, geborgenes Gefühl und gleichzeitig den bittersüßen Beigeschmack, dass Vergangenes nun mal unwiederbringlich verloren ist. Prominente Zeitzeugen wie Karl Dall, Wolfgang Lippert, Winfried Glatzeder, Marie-Luise Marjan, Rhea Harder-Vennewald, Maria Ketikidou, Mirja Boes, Heike Drechsler und Michael Opoczynski öffnen ihre privaten Fotoalben und geben Einblick in ihr eigenes "Früher". Nostalgie hebt die Stimmung, dämpft das Gefühl von Einsamkeit, vertreibt Ängste - das belegen Studien. Die Dokumentation "Früher war alles besser! Oder?" zieht immer wieder den Vergleich zu heute und hinterfragt gängige Alltagsweisheiten wie "Früher war alles billiger", "Früher war man sich noch treu", "Früher war die Ernährung gesünder" oder "Früher war die Kindheit noch unbeschwerter". Experten ordnen die Fakten ein, Experimente beleuchten aus wissenschaftlicher Sicht das Phänomen der Nostalgie.