Der japanische Technologiekonzern Olympus wurde im Oktober 2011 von einem großen Finanzskandal erschüttert. Aufgedeckt hatte ihn Michael Woodford, der ehemalige CEO und Vorstandsvorsitzende von Olympus, der das ausgeklügelte System der Verlustverschleierung des Unternehmens nicht decken wollte, als er davon erfuhr. Doch als Woodford seine japanischen Vorstandskollegen zur Aufklärung drängte, schalteten diese auf stur und degradierten den gebürtigen Briten. Nach nur sechs Monaten im Amt wurde er gefeuert - angeblich weil sein Management-Stil nicht den Wünschen des Aufsichtsrats entsprach. Michael Woodford wollte sich damit nicht abfinden und ging mit einer ausgefeilten Medienstrategie an die Öffentlichkeit, die Wirkung zeigte. Die größten westlichen Zeitungen setzten ihre besten Journalisten an den Fall. Nach wochenlangen Dementis musste Olympus einräumen, dass Verluste in Höhe von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro mit Hilfe von Übernahmen verschleiert worden waren. "Für das Wohl des Unternehmens - Die Olympus-Affäre" ist ein Wirtschaftsthriller über einen der mysteriösesten Wirtschaftsskandale der jüngsten Zeit. Spannend erzählt gibt diese Fallstudie zugleich Einblick in die Besonderheiten der japanischen Unternehmenskultur und ihr Kapitalismusverständnis, das sich von dem der angelsächsischen Tradition stark unterscheidet.