Mitte der 80er Jahre wird in der Gegend um Eisenach die junge Polizistentochter Doreen Wojcik ermordet. Ihr Freund, der Sänger Konrad Ritter - ein landauf, landab bekannter Schwerenöter -, ist sofort der Hauptverdächtige, auch wenn er zur Tatzeit kaum am Ort des Verbrechens gewesen sein konnte. Die Kommissare Weber und Wolf stoßen in der Akte auf Ungereimtheiten und bei Nachfragen auf eine Mauer des Schweigens. Für alle ist Ritter ein Mörder, trotz eines Freispruchs in einem Wiederaufnahmeverfahren, nur anderthalb Jahre nach seiner Verurteilung. Auch Wolf, der ihn seit seiner Kindheit kennt, hat anfangs kaum Zweifel an seiner Schuld. Erst als er in der Asservatenkammer des Polizeiarchivs in Gotha den von Ritter beschriebenen Folterhocker findet, beginnt er ernsthaft mit den Ermittlungen, von denen sein väterlicher Vorgesetzter Wolfgang Schulte ihn schnell wieder abziehen möchte. Weber und Wolf werden in ihren Ermittlungen behindert. Als sie schließlich auf eine Spur stoßen, die damals nicht weiter verfolgt wurde, und klar wird, wer alles in den Fall verstrickt gewesen ist, wird Weber nach Gotha versetzt und Wolf zu einem Lehrgang nach Münster geschickt. Schließlich hilft ihnen der Zufall: Im Archiv der Gothaer Polizei findet Weber den Mantel der Ermordeten mit auswertbaren Spuren. Eine DNA-Analyse bestätigt den einstigen Verdacht gegen einen Polizeikollegen. Dieser aber ist seit zwei Wochen tot. Nun können die Verantwortlichen im Fall Ritter endlich vorgeladen werden. Doch ist es bereits zu spät?