Furusato

  • Kenji Tateiwa, leitender Atomingenieur bei der Tokyo Electric Power Company (TEPCO), war für die Sicherheit des Reaktors von Fukushima Daiichi mitverantwortlich. Hinter ihm steht das Kernkraftwerk Fukushima Daini mit seinen vier Reaktoren. Vergrößern
    Kenji Tateiwa, leitender Atomingenieur bei der Tokyo Electric Power Company (TEPCO), war für die Sicherheit des Reaktors von Fukushima Daiichi mitverantwortlich. Hinter ihm steht das Kernkraftwerk Fukushima Daini mit seinen vier Reaktoren.
    Fotoquelle: ZDF
  • In den verstrahlten Gebieten rund um Minamisoma im Distrikt Fukushima sammeln Bewohner radioaktive Partikel und messen die Strahlungswerte im Boden. Die Stadt tut nichts dafür, diese Rückstände abgebrannter Brennstäbe zu entsorgen. Vergrößern
    In den verstrahlten Gebieten rund um Minamisoma im Distrikt Fukushima sammeln Bewohner radioaktive Partikel und messen die Strahlungswerte im Boden. Die Stadt tut nichts dafür, diese Rückstände abgebrannter Brennstäbe zu entsorgen.
    Fotoquelle: ZDF
  • Schulkinder singen im Chor: "Wir werden nicht gehen, denn wir lieben Fukushima. Lasst uns mit einem Lächeln in die Zukunft blicken." Vergrößern
    Schulkinder singen im Chor: "Wir werden nicht gehen, denn wir lieben Fukushima. Lasst uns mit einem Lächeln in die Zukunft blicken."
    Fotoquelle: ZDF
  • Sie bleiben ihrer verstrahlten Heimat treu: die verbliebenen Bewohner der Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima. Vergrößern
    Sie bleiben ihrer verstrahlten Heimat treu: die verbliebenen Bewohner der Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima.
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  • Ein Junge beim Ganzkörper-Scan im Krankenhaus Vergrößern
    Ein Junge beim Ganzkörper-Scan im Krankenhaus
    Fotoquelle: ZDF
Report, Dokumentation
Furusato

Infos
Audiodeskription, Online verfügbar von 17/12 bis 24/12
Produktionsland
Deutschland / USA
Produktionsdatum
2016
arte
Mo., 17.12.
23:50 - 01:20
Wunde Heimat


Warum leben Menschen in einer Gegend, über die sie wissen, dass von ihr eine unsichtbare tödliche Gefahr ausgeht? Dieser Frage spürt der Filmemacher Thorsten Trimpop in seinem preisgekrönten Dokumentarfilm nach. In Japan hat Heimat eine tiefe Bedeutung. Die Landschaft, in die man geboren wird, trägt der Mensch ein Leben lang in sich. Sie prägt ihn, sie ist ihm heilig: sie ist sein "Furusato". So fühlen sich die verbliebenen Bewohner der Gegend um Fukushima verantwortlich für ihre Heimat, die Aufrechterhaltung ihrer Traditionen, ihre Mitmenschen oder Tiere. Menschen wie der Aktivist Bansho, die junge Pferdezüchterin Miwa oder die ältere Frau Noda - sie alle bleiben in der Heimat, mit zum Teil bereits spürbaren Folgen für ihre Gesundheit. Wobei nicht alle von ihnen diese Entscheidung freiwillig treffen. Entschädigungszahlungen für ihre unbewohnbaren Häuser haben nur wenige erhalten, andere haben keinerlei Hilfen bekommen. Sie können es sich schlicht nicht leisten, zu gehen. Wie auch den Schulkindern, die im Chor "Ich liebe Fukushima, ich gehe hier nicht weg" singen, bleibt ihnen keine andere Wahl, als in der verstrahlten Heimat zu bleiben. "Furusato - Wunde Heimat" beginnt da, wo die gewöhnliche Berichterstattung in den Medien aufgehört hat, und zeigt, wie es den Menschen in den verstrahlten Gebieten in den ersten Jahren nach der Katastrophe geht. Wie lebt es sich an einem Ort, dem jede Zukunft genommen wurde? Gibt es Hilfe und verlässliche Informationen von Regierungsseite? Wer kann sich einen Neuanfang außerhalb der verstrahlten Heimat leisten, und wer ist dazu überhaupt bereit? Wie geht man mit der allgegenwärtigen Gefahr für die Gesundheit um?


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