Ganesh Yourself

Beim hinduistischen Ganesha-Fest in der indischen Metropole Mumbai kann jeder zur Stimme Gottes werden. Ein interaktiver Roboter mit dem Aussehen des Elefantengottes Ganesha macht es möglich. Vergrößern
Beim hinduistischen Ganesha-Fest in der indischen Metropole Mumbai kann jeder zur Stimme Gottes werden. Ein interaktiver Roboter mit dem Aussehen des Elefantengottes Ganesha macht es möglich.
Fotoquelle: ARTE France
Report, Kirche und Religion
Ganesh Yourself

Infos
Originalvertonung, Online verfügbar von 14/08 bis 22/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2014
arte
Di., 15.08.
00:20 - 01:30


Dem Elefantengott Ganesha sagt man in Indien nach, dass er alle Übel der Welt in sich aufnimmt. Nun gibt es einen Ganesha-Roboter, mit dem die Einwohner Indiens während des Ganesha-Fests direkt interagieren können. Und ganz nebenbei wird der Volksglauben durch die Messung elektromagnetischer Wellen in der Stadt wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Ende August 2014 startete der Anthropologe und Regisseur Emmanuel Grimaud mit seinem Team in der Millionenmetropole Mumbai ein einzigartiges Experiment. Sie machten sich mit "Bappa 2.0", einem einzigartigen Roboter mit dem Aussehen des Elefantengottes Ganesha, auf den Weg durch die Stadt. Wer mochte, konnte den von Zaven Paré entworfenen Roboter fernsteuern und ihm seine Stimme verleihen. Hindupriester nutzten ihn für Beschwörungen, Astrologen übermittelten ihren Kunden mit seiner Hilfe Vorhersagen, und für Politaktivisten wurde er zum Sprachrohr für ihre Forderung nach Sozialreformen. "Bappa 2.0" entwickelte sich schnell zu einem glaubwürdigen Gesprächspartner. Während das Ganesha-Fest in vollem Gange war, strömten zahlreiche Gläubige oder auch Ungläubige zu der Gottheit, um mit ihr zu sprechen oder sie auf die Probe zu stellen, wobei manch einer feststellte, dass das Gottsein in Wirklichkeit gar nicht so leicht ist. Erstmals in der Geschichte der Religionen war es möglich, an Gottes Stelle zu treten, direkt mit Gott zu sprechen oder sich seinen Rat einzuholen. Der Ganesha-Roboter aus dem Dokumentarfilm war im Rahmen der Ausstellung "Persona - Étrangement humain" (26. Januar bis 13. November 2016) im Pariser Musée du Quai Branly zu sehen. Die Ausstellung wurde von Emmanuel Grimaud, dem Regisseur des Dokumentarfilms, kuratiert.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

SAT.1 So gesehen

So gesehen

Report | 19.08.2017 | 16:59 - 17:00 Uhr
1/501
Lesermeinung
MDR Logo

Glaubwürdig

Report | 19.08.2017 | 18:45 - 18:50 Uhr
2.67/503
Lesermeinung
ARD Das Wort zum Sonntag spricht Lissy Eichert.

Das Wort zum Sonntag

Report | 19.08.2017 | 23:45 - 23:50 Uhr
3.42/5019
Lesermeinung

 

News
Kaum wurde Haschisch legalisiert, eröffnete Ruth (Kathy Bates) ihren eigenen Kiffer-Laden.

Kathy Bates geht unter die Kiffer: In der Netflix-Sitcom "Disjointed" betreibt die 69-Jährige ihren …  Mehr

Ein Frontmann mit Stil: Alex Wesselsky ist seit fast 15 Jahren mit Eisbrecher unterwegs.

Geradeaus statt durch die Grauzone: Die "Sturmfahrt" von Eisbrecher hält Kurs auf die Spitze der Cha…  Mehr

Der britische Schauspieler Michael Sheen, hier beim BFI London Film Festival 2016, übernimmt eine der beiden Hauptrollen der Terry Pratchett-Verfilmung "Good Omens". Die sechsteilige Amazon-Serie wird im Jahr 2019 zu sehen sein.

Mit Michael Sheen und David Tennant konnte Amazon für seine komödiantische Fantasy-Dramaserie "Good …  Mehr

RTL II-Trödelexperte Mauro Corradino (Mitte) vermittelt zwischen den Ex-Liebenden Bert und Sophia Wollersheim, die bei RTL II ihren Hausstand auflösen.

Neue Format-Idee? Das ehemalige Trash-Ehepaar Bert und Sophia Wollersheim löst den gemeinsamen Hauss…  Mehr

Daniel Craig wurde am 2. März 1968 in Chester, Cheshire geboren.

Bislang gab es nur Spekulationen darüber, ob Daniel Craig auch 2019 wieder als James Bond auf den Ki…  Mehr