Gaza ist ein schmaler Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten, hermetisch abgeriegelt durch eine Grenzsperranlage. Seit den letzten kriegerischen Auseinandersetzungen mit Israel hat sich die Lage für die Zivilbevölkerung des von der Hamas kontrollierten Gebiets drastisch verschlechtert. Ein dauerhaftes Embargo liegt über dem Land, kaum jemand kommt rein oder raus. Mit ihren Surfbrettern schaffen sich die Wellenreiter ein kleines Stück Freiheit, zwischen dem Strand und der von den Israelis kontrollierten Sechs-Meilen-Grenze. Eine Freiheit, die ihnen keiner nehmen kann. Der Film zeigt die Hoffnungen der Jugendlichen einer Gesellschaft, in der die ältere Generation jegliche Hoffnung längst aufgegeben hat. Gaza Surf Club liefert außergewöhnliche Einblicke in eine Region, die wir sonst nur aus den Nachrichten kennen. Fällt das Wort Gaza, entstehen vor unserem inneren Auge immer die gleichen Bilder: Verwackelte Videoaufnahmen, Steine werfende Jugendliche, Kassam-Raketen, Ruinen und fanatische Hamas-Beerdigungen. Dieser palästinensischen Wirklichkeit stellen die Filmemacher Philip Gnadt und Mickey Yamine eine hoffnungsvolle Gruppe Jugendlicher gegenüber, die trotz ihres krisenerschütterten Alltags im ständigen Ausnahmezustand ein bisschen Normalität erleben will. Wellenreiten - das bedeutet für die Jugendlichen Freiheit, wenn auch nur für die Dauer einer Welle. Gaza Surf Club ist ein Film voller Hoffnung. Er zeigt junge Menschen, die mit ihren universellen Träumen und Wünschen uns sofort vertraut erscheinen.