Geheimbünde

Prof. Dr. Marian Füssel lehrt in Göttingen Geschichte. Für "Terra X" begibt er sich auf die Spuren berühmter Geheimbünde. Vergrößern
Prof. Dr. Marian Füssel lehrt in Göttingen Geschichte. Für "Terra X" begibt er sich auf die Spuren berühmter Geheimbünde.
Fotoquelle: ZDF/Kay Siering
Report, Dokumentation
Geheimbünde

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2013
ZDFneo
Mo., 24.12.
10:25 - 11:10
Folge 1, Der Code der Illuminaten


Der Geheimbund der Illuminaten wurde 1776 in Ingolstadt gegründet. Der Gründer Adam Weishaupt war ein angesehener Philosoph und Theologe, der die Kirche und das herrschende System verurteilte. "Geheimbünde: Der Code der Illuminaten" folgt den Spuren des legendären Illuminatenordens und erkundet dabei auch noch andere geheime Organisationen. Adam Weishaupt und seine Mitverbündeten wollten die herrschenden Gewalten Schritt für Schritt unterwandern und die entscheidenden Positionen im Machtgefüge durch Mitglieder ihrer Bruderschaft besetzen. Der Staat, von dem er träumte, sollte sich am Vorbild der alten Athener orientieren. Seine Ideen erwiesen sich als äußerst populär: Immer mehr Menschen schlossen sich den Illuminaten an. Viele Mitglieder hatten zuvor bereits anderen Geheimbünden angehört, wie den Freimaurern oder den Rosenkreuzern. Auch bei diesen Bruderschaften ging es um Veränderung, aber eher um die Verwandlung des Individuums in einen besseren Menschen. Die Mitgliedschaft bei den Illuminaten versprach einen aktiven Anteil bei der Gestaltung einer "neuen Weltordnung", die an die Stellen der alten Systeme treten sollte. Als die Regierungsorgane davon Kenntnis bekamen, wurde der Geheimbund sofort bei Strafe verboten. Nur zehn Jahre operierte die von Weishaupt gegründete Bruderschaft. Doch bis heute halten sich Gerüchte, dass die "Erleuchteten" noch immer existieren und ihre Ziele im Verborgenen weiter verfolgen. Etwa in Geheimbünden wie den "Skull and Bones". Die Anfang des 19. Jahrhunderts gegründete, exklusive Studentenverbindung an der Yale Universität gehört zu den verschwiegensten Orden überhaupt. Ihr Hauptquartier trägt den bezeichnenden Namen "Gruft". Zu ihren Mitgliedern zählen mindestens zwei ehemalige Präsidenten der USA und viele weitere einflussreiche Persönlichkeiten. Und tatsächlich gibt es eine enge Verbindung nach Deutschland. Die Rosenkreuzer, die damals so viele Mitglieder an die Illuminaten verloren, operieren bis heute ganz offen in vielen Ländern weltweit. Die Bewegung, die im frühen 17. Jahrhundert entstand, vertraute noch ganz den Prinzipien der Alchemie, der Umwandlung eines unedlen in einen edlen Stoff. Dieses Prinzip glaubten sie auch auf den Menschen anwenden zu können. Das Geheimnis um die dafür notwendigen Riten soll dem sagenhaften Gründer Christian Rosenkreuz von altägyptischen Priestern offenbart worden sein. Alle Organisationen, die sich auf den alten Rosenkreuzerorden berufen, haben bis heute eine stark esoterische Ausrichtung.


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