Geheimes Katar

  • Gastarbeiter arbeiten auf den Baustellen wie moderne Sklaven, kritisieren Menschenrechtler. Vergrößern
    Gastarbeiter arbeiten auf den Baustellen wie moderne Sklaven, kritisieren Menschenrechtler.
    Fotoquelle: ZDF/Maik Gizinski
  • Der arabische Wüstenstaat zeigt sich gefangen zwischen Tradition und Moderne. Vergrößern
    Der arabische Wüstenstaat zeigt sich gefangen zwischen Tradition und Moderne.
    Fotoquelle: ZDF/Maik Gizinski
  • Seit Jahren schon bestimmen Enthüllungen über die schlimmen Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen die Berichterstattung. Vergrößern
    Seit Jahren schon bestimmen Enthüllungen über die schlimmen Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen die Berichterstattung.
    Fotoquelle: ZDF/Maik Gizinski
  • 2022 wird Katar, die kleine Halbinsel im Persischen Golf, als erstes arabisches Land die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten. Vergrößern
    2022 wird Katar, die kleine Halbinsel im Persischen Golf, als erstes arabisches Land die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten.
    Fotoquelle: ZDF/Maik Gizinski
  • Das Emirat kämpft gegen seinen schlechten Ruf und wehrt sich gegen reichlich Vorurteile. Vergrößern
    Das Emirat kämpft gegen seinen schlechten Ruf und wehrt sich gegen reichlich Vorurteile.
    Fotoquelle: ZDF/Maik Gizinski
Report, Auslandsreportage
Geheimes Katar

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
Fr., 07.09.
00:45 - 01:30
Ein Emirat auf WM-Kurs


2022 wird Katar als erstes arabisches Land die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten. Doch die schlimmen Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen bestimmen seit Jahren die Berichterstattung. Gastarbeiter, meist aus Pakistan, Indien oder Nepal, müssen schuften wie moderne Sklaven, kritisieren Menschenrechtler. Katars Image ist ruiniert. Dabei müht sich das Emirat durch die Abschaffung des Kafala-Systems, ein neues, ein anderes Gesicht zu zeigen. Doch hat sich das Land tatsächlich gewandelt? Die Dokumentation erzählt Geschichten von Scheichs, Kamelen und Big Business im reichsten Land der Welt. Erst im Juni 2017 steht Katar mal wieder am Pranger. Die Nachbarländer Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate, außerdem auch Ägypten, setzen die diplomatischen Beziehungen aus und kappen alle Land-, See- und Luftanbindungen. Sie wollen den Kleinstaat mit seinen 2,6 Millionen Einwohnern isolieren. Der Grund: Angeblich unterstütze die katarische Regierung islamistische Terrorgruppen wie Al-Kaida. Die Beweislage ist dürftig, die Blockade entpuppt sich mehr und mehr als durchsichtige Kampagne gegen einen ungeliebten Nachbarn: Denn Katar ist anders als die anderen Golfstaaten. Das Emirat investiert Milliarden in Bildung, Kultur und in ein Gesundheitssystem, das auch den Gastarbeitern kostenlose medizinische Versorgung verspricht. Katar leistet sich mit Al Jazeera einen unabhängigen Fernsehsender. Und bastelt bereits an seiner Zukunft, wenn die beträchtlichen Vorkommen an Erdöl und Erdgas einmal versiegen, die dem Land derzeit noch seinen immensen Wohlstand sichern. Im Interview sprechen unter anderen Katars Energieminister, Mohammed Bin Saleh Al-Sada, und Mostefa Souag, Generaldirektor von Al Jazeera, über Katars aktuelle Herausforderungen und stellen sich der fortwährenden Kritik. Auch Deutsche in Katar berichten von ihrem besonderen Leben in einer arabischen Monarchie. Die Dokumentation zeigt einen arabischen Wüstenstaat zwischen Tradition und Moderne. Der Film blickt herab von Wolkenkratzern einer beeindruckenden Skyline, auf staubige Kamelrennen in der Wüste, auf Tausende aus dem Westen importierter Milchkühe und natürlich auf den aktuellen Stand der Vorbereitungen für die Fußball-WM 2022. Denn jetzt, zur WM in Russland, geraten die katarischen Großbaustellen wieder besonders in den Fokus der Öffentlichkeit. Das Emirat kämpft gegen seinen schlechten Ruf und wehrt sich gegen reichlich Vorurteile. Ist der Fortschritt in Katar tatsächlich spürbar - oder bleibt er ein hohles Versprechen?


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