London nach dem Ersten Weltkrieg. Eine Wissenschaftlerin soll den mysteriösen Tod eines Internatsschülers aufklären. Doch dann passieren Dinge, die sich nicht mehr erklären lassen. Bestsellerautorin Florence Cathcart war es bisher gewohnt, übersinnliche Phänomene schnell als Lug und Trug zu entlarven. Doch dieser Fall führt die emanzipierte Frau an ihre Grenzen. Treibt tatsächlich ein Geist sein Unwesen in dem Internat? England in den frühen 1920er Jahren. Das Land befindet sich nach dem Ersten Weltkrieg in tiefer Trauer. Viele Frauen und Mütter haben ihre Liebsten auf dem Schlachtfeld verloren. Eine gute Zeit für Betrüger und Scharlatane, die den Hinterbliebenen für Geld einen Kontakt zu den Toten vorgaukeln und so für Trost und gute Einnahmen sorgen. Die Bestsellerautorin Florence , die ihren Verlobten im Krieg verloren hat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Geistererscheinungen und übernatürliche Phänomene mit logischen und wissenschaftlichen Erklärungen zu widerlegen. Eines Tages steht der Lehrer Robert Mallory vor ihrer Tür. In dem Internat auf dem Lande, in dem er unterrichtet, scheint es zu spuken. Einer seiner Zöglinge kam unter ungeklärten Umständen ums Leben, und Schüler wie Lehrer leben seitdem in Angst und Schrecken. Treibt ein Geist in dem alten Gemäuer sein Unwesen? Alte Schülerfotos scheinen darauf hinzuweisen. Nach einigem Zögern nimmt Florence die Aufgabe an, überzeugt, schnell eine logische Erklärung für die seltsamen Geräusche und Erscheinungen zu finden. Und so reist sie in das abgelegene Internat, das aufgrund der Ferien schon bald menschenleer ist. Lediglich Hausmutter Maud , Lehrer Robert und der Waisenjunge Tom (Isaac Hempstead-Wright) halten die Stellung. Zunächst ist Florence guter Dinge, dass sie den Spuk bald aufklären kann, doch dann gerät auch die kühle Wissenschaftlerin immer mehr ins Zweifeln. Mit dem atmosphärischen Gruselthriller "Geister der Vergangenheit", der auf DVD unter dem Originaltitel "The Awakening" erschien, gab der ehemalige BBC-Mitarbeiter Nick Murphy sein Kinodebüt. Zuvor hatte Murphy bei dem größten britischen Fernsehsender bereits Erfahrungen im Nachrichtengeschäft gesammelt, begann ab 1996 Dokumentationen zu drehen und wechselte ein paar Jahre später ins Fiction-Geschäft. 2011 drehte der Drehbuchautor und Regisseur dann mit "Geister der Vergangenheit" seinen ersten Kinofilm, den sein ehemaliger Arbeitgeber auch gleich produzierte. Für die raffinierte Gruselstory "Geister der Vergangenheit", die sich an Klassikern des Genres wie "The Others" oder "The Sixth Sense" orientiert, konnte Nick Murphy die perfekte Hauptdarstellerin gewinnen: Die brünette Britin Rebecca Hall ist bereits durch die erotische Woody-Allen-Komödie "Vicky Cristina Barcelona" oder den Großstadt-Thriller "The Town" bekannt. Als emanzipierte Frau, die in harten Zeiten selbstbewusst ihren Mann steht, ist sie die perfekte Besetzung. Das fand wohl auch Regie-Ikone Steven Spielberg, der ihr in seinem Fantasyfilm "The BFG" eine Hauptrolle anvertraute. Mit dabei sind außerdem Imelda Staunton, die einem breiten Publikum als bösartige Zauberlehrerin aus den "Harry Potter"-Filmen bekannt ist, Dominic West ("300") und "Game of Thrones"-Darsteller Isaac Hempstead-Wright.