Generalstreik 1918

  • Auf der Zugfahrt nach Bern: Nationalrat Robert Grimm (Ralph Gassmann) trifft im Zug seine zukünftige Ehefrau Jenny (Viola von Scarpatetti, hinten, r.) und ihre Freundin Annelies (Annina Euling) Vergrößern
    Auf der Zugfahrt nach Bern: Nationalrat Robert Grimm (Ralph Gassmann) trifft im Zug seine zukünftige Ehefrau Jenny (Viola von Scarpatetti, hinten, r.) und ihre Freundin Annelies (Annina Euling)
    Fotoquelle: SRF/Severin Nowacki
  • Harter Kritiker: Nationalrat Robert Grimm (Ralph Gassmann) kritisiert den Armeeeinsatz Vergrößern
    Harter Kritiker: Nationalrat Robert Grimm (Ralph Gassmann) kritisiert den Armeeeinsatz
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  • Die Lage spitzt sich zu: Oberstdivisionär Emil Sonderegger (Fabian Krüger) gibt Anweisungen, die Truppen mit Handgranaten auszurüsten Vergrößern
    Die Lage spitzt sich zu: Oberstdivisionär Emil Sonderegger (Fabian Krüger) gibt Anweisungen, die Truppen mit Handgranaten auszurüsten
    Fotoquelle: SRF/Severin Nowacki
  • Lagebesprechung: Oberstdivisionär Emil Sonderegger (Fabian Krüger, l.) und Oberst Claude de Perrot (Daniel Ludwig, r.) Vergrößern
    Lagebesprechung: Oberstdivisionär Emil Sonderegger (Fabian Krüger, l.) und Oberst Claude de Perrot (Daniel Ludwig, r.)
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  • Im Bundeshaus: Nationalrat Robert Grimm (Ralph Gassmann, stehend) und Bundespräsident Felix-Lous Calonder (Peter Jecklin, r.). Im Hintergrund: Der echte Nationalrat Corradi Pardini, der den Ratspräsidenten mimt (hinten, 2.v.r.) Vergrößern
    Im Bundeshaus: Nationalrat Robert Grimm (Ralph Gassmann, stehend) und Bundespräsident Felix-Lous Calonder (Peter Jecklin, r.). Im Hintergrund: Der echte Nationalrat Corradi Pardini, der den Ratspräsidenten mimt (hinten, 2.v.r.)
    Fotoquelle: SRF/Severin Nowacki
Report, Geschichte
Generalstreik 1918

Infos
Produktionsland
Schweiz
Produktionsdatum
2017
SF1
Mi., 14.11.
23:00 - 00:35
die Schweiz am Rande eines Bürgerkrieges


Ende des Ersten Weltkriegs erschüttert die Schweiz ein landesweiter Generalstreik. Über 250'000 Arbeiter fordern bessere Lebensbedingungen. Der Bundesrat befürchtet eine gewaltsame Revolution wie in Russland und mobilisiert die Armee. Die Schweiz steht am Rande eines Bürgerkriegs. Nach nur drei Tagen kapitulieren die Arbeiter, aber die Folgen der Auseinandersetzung sind weitreichend. Eine 90-minütige Doku-Fiktion arbeitet Ursachen und Hintergründe des Konflikts auf, unter anderem mit Reenactment-Szenen. Neben Schauspielern wie Fabian Krüger, Peter Jecklin oder Ralph Gassmann treten auch aktuell amtierende Parlamentarier auf. Erstmals gelang es bei dieser Produktion, im Ständeratssaal des Bundeshauses zu drehen. Die ehemaligen Parlamentspräsidenten Ivo Bischofberger und Jürg Stahl haben den Filmschaffenden ausnahmsweise erlaubt, die dramatischen Szenen einer damaligen Sonderdebatte im Ständeratssaal zu drehen. Weitere Dreharbeiten fanden in Zürich und Umgebung, Sursee und in Bern statt. Die fiktionalen Szenen des Films orientieren sich eng an historischen Fakten. Im Mittelpunkt steht der damalige sozialdemokratische Nationalrat Robert Grimm , der das Streikkomitee leitete. Ihm gegenüber stehen Bundespräsident Felix Calonder , der zu vermitteln versuchte und Oberstdivisionär Emil Sonderegger . Ein Militarist, der seinen Truppen Handgranaten austeilte und seinen Soldaten folgenden Befehl erteilte: «Wo aus Häusern geschossen wird, ist Handgranatenwerfen befohlene Pflicht.» Neben den fiktionalen Szenen zeigt der Film mittels umfassenden historischen Bild- und Filmquellen, wie erbärmlich die Lebensumstände der Arbeiterschaft damals waren und wie dramatisch die drei Streiktage verliefen. Prominente Historiker wie Rudolf Jaun, Jakob Tanner, Brigitte Studer oder Sébastien Guex kommentieren die Ereignisse und zeigen auf, weshalb der Generalstreik als Geburtsstunde des modernen Sozialstaats gilt. Im Umfeld der SRF Doku-Fiktion «Generalstreik 1918» publiziert SRF auf myschool.ch eine entsprechende Webseite, wo Lehrpersonen massgeschneidertes Unterrichtsmaterial zum Generalstreik finden. Die Unterlagen sind vertiefend und stufengerecht aufbereitet und für alle kostenlos nutzbar. Die 90 Minuten lange Doku-Fiktion wurde gemeinsam mit den SRG-Unternehmen RTS, RSI und RTR produziert. Regie führte Daniel von Aarburg. Das Drehbuch zum Film schrieb Hansjürg Zumstein. Der erfahrene Dokumentarfilmer realisierte für SRF bereits mehrere erfolgreiche Dokumentarfilme, letztmals eine Doku-Fiktion im historischen Umfeld des Ersten Weltkrieges («Der Landesverrat», 2015).


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