Geschichte der Tiere

  • "Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat." (Victor Hugo, 1802 - 1885: französischer Schriftsteller). Vergrößern
    "Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat." (Victor Hugo, 1802 - 1885: französischer Schriftsteller).
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
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    Fotoquelle: ZDF
  • Der Kauf von Katzenmumien stand im alten Ägypten hoch im Kurs. Doch nicht in jedem Exemplar war auch tatsächlich "Katze" enthalten - wie neueste Untersuchungen offenbaren. Vergrößern
    Der Kauf von Katzenmumien stand im alten Ägypten hoch im Kurs. Doch nicht in jedem Exemplar war auch tatsächlich "Katze" enthalten - wie neueste Untersuchungen offenbaren.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Wildkatzen lassen sich in der zweiten bis siebten Lebenswoche leicht zähmen. Doch wenn sie erwachsen werden, kehrt ihr wildes Wesen zurück. Vergrößern
    Wildkatzen lassen sich in der zweiten bis siebten Lebenswoche leicht zähmen. Doch wenn sie erwachsen werden, kehrt ihr wildes Wesen zurück.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Im alten Ägypten galten Katzen als heilige Tiere, die nach ihrem Tod aufwändig mumifiziert wurden. Vergrößern
    Im alten Ägypten galten Katzen als heilige Tiere, die nach ihrem Tod aufwändig mumifiziert wurden.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Heck
  • Der Karakal gehört zu der Familie der Katzen und stammt aus dem afroasiatischen Raum. Er wird oft als Wüstenluchs bezeichnet, ist aber keiner. Vergrößern
    Der Karakal gehört zu der Familie der Katzen und stammt aus dem afroasiatischen Raum. Er wird oft als Wüstenluchs bezeichnet, ist aber keiner.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Katzen nicht erziehbar seien. Denn Katzen lernen ständig - aber nur, wenn sie wollen. Vergrößern
    Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Katzen nicht erziehbar seien. Denn Katzen lernen ständig - aber nur, wenn sie wollen.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Tiertrainer Robin Hausberg im Experiment: Die Katze ist eine Meisterin der Jagd. Vergrößern
    Tiertrainer Robin Hausberg im Experiment: Die Katze ist eine Meisterin der Jagd.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Katzengöttin Bastet: Ihr zu Ehren werden im alten Ägypten Millionen von Katzen geopfert. Vergrößern
    Katzengöttin Bastet: Ihr zu Ehren werden im alten Ägypten Millionen von Katzen geopfert.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Die Serval-Wildkatze ist ursprünglich in Afrika beheimatet. Sie gilt als besonders schön. Vergrößern
    Die Serval-Wildkatze ist ursprünglich in Afrika beheimatet. Sie gilt als besonders schön.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Katzen halten die Welt fest im Blick. Ihr Blickwinkel umfasst zirka 220 Grad, ihr räumliches Sehvermögen ist perfekt. Farben allerdings können sie nicht besonders gut unterscheiden. Vergrößern
    Katzen halten die Welt fest im Blick. Ihr Blickwinkel umfasst zirka 220 Grad, ihr räumliches Sehvermögen ist perfekt. Farben allerdings können sie nicht besonders gut unterscheiden.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Die als Tiergötter verehrten Katzen wurden nach allen Regeln der Kunst mumifiziert und als Beigabe den Toten ins Grab gelegt. Vergrößern
    Die als Tiergötter verehrten Katzen wurden nach allen Regeln der Kunst mumifiziert und als Beigabe den Toten ins Grab gelegt.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Heck
  • Vor etwa 11 000 Jahren erobert sich die Katze auf samtenen Pfoten und mit scharfen Krallen einen Platz in der Zivilisation. Vergrößern
    Vor etwa 11 000 Jahren erobert sich die Katze auf samtenen Pfoten und mit scharfen Krallen einen Platz in der Zivilisation.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
Natur+Reisen, Tiere
Geschichte der Tiere

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2015
ZDFneo
Di., 24.07.
02:20 - 03:05
Die Katze


Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. "Terra X: Geschichte der Tiere" erzählt alles Wissenswerte dieser Erfolgsstory. Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Geschichte der Katze. Vor etwa 11 000 Jahren kommt sie auf samtenen Pfoten und mit scharfen Krallen aus der Wildnis und erobert sich einen Platz in der Zivilisation. Ihrem Wesen nach aber bleibt die Hausmieze eine Wildkatze. Der deutsche Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky hat einmal über die Katze gesagt, sie sei das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet habe, er müsse es versorgen, ohne dass es selbst dafür etwas tun müsse. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Der Mensch liebt die Katze, füttert sie, überhäuft sie mit Zuwendung und gibt ihr ein Zuhause. Im Gegenzug demonstriert sie ihre Unabhängigkeit und zeigt sich überaus eigensinnig. Die Katze gehorcht nicht, will sich nicht unterordnen und bleibt ein sturer Einzelgänger. Selbst die treueste und verschmusteste Katze der Welt kann schon mal von heute auf morgen die Beziehung zu ihrem Besitzer beenden und grußlos für immer verschwinden. Katzenhalter können sich ihres unberechenbaren Mitbewohners nie hundertprozentig sicher sein. Dabei ist es die Katze - genauer gesagt die Falbkatze - die vor rund 11 000 Jahren in einer Art "Selbstdomestikation" die Welt des Menschen betritt. Doch anders als der Hund wartet das kleine Raubtier damit, bis die Jäger und Sammler des Alten Orients das Feuer beherrschen und sesshaft sind. Ihre Karriere beginnt sie als Resteverwerter und erfolgreicher Mäusejäger. Kein anderes Haustier beherrscht die Technik des Lauerns, des schnellen Zugriffs und Tötens so wie die Katze. Die Jungsteinzeitler schätzen sie dafür. Und nicht nur sie. Wo immer in den folgenden Jahrtausenden auf dem Globus Siedlungen entstehen, gehört mindestens eine Katze zum Haushalt. Kultische Verehrung erfahren die Samtpfoten vor allem im Alten Ägypten. Forscher sagen, dass das Pharaonenreich ihren Wohlstand auch den Katzen zu verdanken habe, die in den zahlreichen Getreidespeichern Ratten und Mäusen nachstellten. Für ihre wertvollen Dienste werden die Jäger sogar vergöttlicht. Millionen enden trotzdem als Opfergabe an die Katzengöttin Bastet, die Ägypter kaufen von Händlern teure Katzenmumien. Mehr als einmal werden die Käufer dabei über den Tisch gezogen, wie jüngste Untersuchungen offenbaren. Nicht in jedem Exemplar ist auch tatsächlich Katze enthalten. Die Wissenschaftler entdeckten auf den Röntgenbildern Hölzer, Hunde- und andere Tierknochen. Die Nachfrage hat das Angebot zeitweise offensichtlich bei Weitem überstiegen. Das erklärt vielleicht auch, warum die Pharaonen den Export von Katzen in fremde Länder unter Todesstrafe gestellt haben. Um 500 vor Christus gelangen über Griechenland trotzdem die ersten Katzen nach Europa und vermischen sich mit der dort heimischen Wildkatze. In Italien erobern sie als exotische Luxusgeschöpfe zunächst die Herzen der reichen Damen, bevor sie im Römischen Reich auch kultische Weihen erhalten. Erst ab dem 2. Jahrhundert nach Christus ist die Katze ein Haustier für alle und erweist sich als nützlicher Jäger auf üble Nager. Marder und Wiesel, die dafür immer eingesetzt wurden, sind schon bald aus dem Rennen - auch deshalb, weil Katzen nicht so stinken und viel reinlicher sind. Im nebligen Germanien beginnt man, die Wildkatze anzuhimmeln. Sie ist aber nicht domestiziert, sondern als mystische Begleiterin der Fruchtbarkeitsgöttin Freya vorbehalten. Mit der Christianisierung jedoch folgt der tiefe Fall. Die Katze wird als Geschöpf des Teufels, der Hexen und Dämonen verdammt und später manchmal auch auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihr schlechtes Image hält sich über Jahrhunderte. Noch im späten Mittelalter entstehen zahlreiche Sprichwörter, Mythen und Legenden - alle mit eindeutig negativer Botschaft. Nach damaligem Verständnis verkörpern Katzen weibliche Laster. Sie gelten als unmäßig, diebisch, treulos und sündig. Das halbwilde, unkontrollierbare Wesen von Katzen, die nächtlichen Jagdausflüge und das lautstarke Paarungsverhalten sorgen bis ins 18. Jahrhundert für Misstrauen und Verfolgungsexzesse durch Kirche und Staat. Erst ab dem 19. Jahrhundert gewinnt die Katze wieder an Ansehen. Dafür sorgt unter anderem der deutsche Zoologe Alfred Brehm. Inzwischen ist sie gesellschaftlich rehabilitiert, geliebt und bewundert. Manche von ihnen sind prominent, einige kosten ein Vermögen, Millionen leben als eigenwillige Stubentiger auf dem Sofa.


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