Geschichte der Tiere

  • Spuren in der Höhle von Chauvet: Mensch und Hund haben schon vor 26 000 Jahren einen gemeinsamen Lebensraum geteilt. Vergrößern
    Spuren in der Höhle von Chauvet: Mensch und Hund haben schon vor 26 000 Jahren einen gemeinsamen Lebensraum geteilt.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Heck
  • Labradore gehören zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Ursprünglich wurden sie zur Jagd eingesetzt. Vergrößern
    Labradore gehören zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Ursprünglich wurden sie zur Jagd eingesetzt.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Kate Kitchenham weiß so ziemlich alles über Hunde. Sie ist nicht nur Verhaltensforscherin, sondern auch Kulturanthropologin. Vergrößern
    Kate Kitchenham weiß so ziemlich alles über Hunde. Sie ist nicht nur Verhaltensforscherin, sondern auch Kulturanthropologin.
    Fotoquelle: ZDF/Robert Engelke
  • "Oft spüren die Hunde schon längst, was man ihnen eigentlich sagen will", weiß Schlittenhundeführer Emil Inauen. Vergrößern
    "Oft spüren die Hunde schon längst, was man ihnen eigentlich sagen will", weiß Schlittenhundeführer Emil Inauen.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • "Back to Nature": Der Schweizer Emil Inauen züchtet und trainiert Schlittenhunde in Norwegen. Vergrößern
    "Back to Nature": Der Schweizer Emil Inauen züchtet und trainiert Schlittenhunde in Norwegen.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Die erste schriftliche Abhandlung über die Erziehung von Jagdhunden stammt von dem griechischen Politiker Xenophon. Vergrößern
    Die erste schriftliche Abhandlung über die Erziehung von Jagdhunden stammt von dem griechischen Politiker Xenophon.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Der direkte Vorfahre des Hundes ist der Grauwolf. Vergrößern
    Der direkte Vorfahre des Hundes ist der Grauwolf.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Staiger
  • Der Wolf, das unheimliche Wesen. In grauer Vorzeit wurden ihm spirituelle Fähigkeiten zugeschrieben. Vergrößern
    Der Wolf, das unheimliche Wesen. In grauer Vorzeit wurden ihm spirituelle Fähigkeiten zugeschrieben.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Staiger
  • Wölfe sind in der Regel keine Einzelgänger. Ihre natürliche Sozialordnung ist das Rudel. Vergrößern
    Wölfe sind in der Regel keine Einzelgänger. Ihre natürliche Sozialordnung ist das Rudel.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Staiger
  • Der Kynologe Dr. Marc Nussbaumer erforscht die Veränderungen in der Physiognomie von Hunden im Lauf der Domestikationsgeschichte. Vergrößern
    Der Kynologe Dr. Marc Nussbaumer erforscht die Veränderungen in der Physiognomie von Hunden im Lauf der Domestikationsgeschichte.
    Fotoquelle: ZDF/Nanje Teuscher
  • Für die alten Ägypter waren Hunde heilige Tiere und beste Freunde. Vergrößern
    Für die alten Ägypter waren Hunde heilige Tiere und beste Freunde.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Heck
  • Labradore eignen sich besonders gut als Blindenführhunde. Sie gelten als äußerst menschenbezogen und ausgeglichen. Vergrößern
    Labradore eignen sich besonders gut als Blindenführhunde. Sie gelten als äußerst menschenbezogen und ausgeglichen.
    Fotoquelle: ZDF/Jasper Engel
  • Bereits im Mittelalter hatten die edlen Jagdhunde der feudalen Oberschicht mehr Rechte als das einfache Volk. Vergrößern
    Bereits im Mittelalter hatten die edlen Jagdhunde der feudalen Oberschicht mehr Rechte als das einfache Volk.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Heck
  • Der Archäologe Prof. Dr. Norbert Benecke erforscht frühzeitliche Hundeknochen. Vergrößern
    Der Archäologe Prof. Dr. Norbert Benecke erforscht frühzeitliche Hundeknochen.
    Fotoquelle: ZDF/Nanje Teuscher
  • Der Biologe Prof. Dr. Kurt Kotrschal ist einer der renommiertesten Verhaltensforscher weltweit.  Er ist der Begründer und Leiter des Wolf Science Center in Erstbrunn/Österreich. Vergrößern
    Der Biologe Prof. Dr. Kurt Kotrschal ist einer der renommiertesten Verhaltensforscher weltweit. Er ist der Begründer und Leiter des Wolf Science Center in Erstbrunn/Österreich.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Staiger
Natur+Reisen, Tiere
Geschichte der Tiere

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2015
ZDFneo
Sa., 28.07.
05:55 - 06:40
Der Hund


Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. Die zweiteilige "Terra X"-Reihe erzählt alles Wissenswerte dieser einzigartigen Erfolgsstory. Im Mittelpunkt der ersten Folge steht die Kulturgeschichte des Hundes. Sie beginnt mit dem Lagerwolf. In grauer Vorzeit geht er mit dem Menschen eine Zweckbeziehung ein. Aus anfänglichem Misstrauen entstehen Zuneigung und enge Bindung. "Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos." Eine Erkenntnis, die zuerst der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann formuliert hat, bevor Loriot sie später ein wenig präzisierte. Für den deutschen Humoristen war ein Leben ohne Mops unter keinen Umständen vorstellbar. Rund sieben Millionen Hundehalter in Deutschland geben beiden prominenten Künstlern recht. Der Hund ist nicht nur das erste Haustier, sondern auch der beste Freund des Menschen. Liebe auf den ersten Blick ist es nicht, als sich Grauwolf und Mensch zum ersten Mal begegnen. "Canis lupus" ist vom Hunger getrieben und stöbert in der Müllhalde einer Steinzeitsiedlung. Mit der Großen Eiszeit ist das friedlich grasende Großwild abgewandert. Die neuen Beutetiere sind kleiner, schreckhafter und flinker. Die Jagd im Rudel kostet mehr Kraft, erfordert anderes Vorgehen und bringt längst nicht immer den gewünschten Erfolg. Die schwierigen Verhältnisse in der Umwelt zwingen Mensch und Wolf zu einer bis dahin nie dagewesenen Kooperation, sagen Forscher. Der Mensch folgt der Fährte der Wölfe, die mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn selbst drei Tage alte Spuren wittern können. Im Gegenzug duldet er, wenn die scheuen Tiere in ihre Siedlungen eindringen und sich über die Essensreste hermachen. Aus gegenseitiger Duldung wird allmählich Zutrauen - die Evolution bringt den Lagerwolf hervor. Er ist dem Wolf zwar genetisch noch näher als dem Hund, aber im Verhalten zeigt er sich bereits deutlich zutraulicher und lebt im losen Verbund mit der Gemeinschaft. Der Lagerwolf gilt als direkter Vorfahr des Hundes, der seinen Siegeszug als treuer Wegbegleiter des Menschen vermutlich in der Zeit antritt, als aus Jägern und Sammlern Bauern und Viehzüchter werden. Schon damals übernimmt der Hund Aufgaben als Wach- und Hütehund. Und er stellt seine hohe soziale Anpassungsfähigkeit unter Beweis. Eigenschaften, die ihm Jahrtausende später gottgleichen Status bescheren. Dass der Hund eines Thrones wert ist, haben viele Hochkulturen gewusst. Die Ägypter ernennen den schakalköpfigen Anubis zum obersten Richter ihres Totenreichs. Die Griechen suchen eher nach rationalen Erklärungen für das außergewöhnliche Wesen des Hundes. Der Philosoph Xenophon liefert die erste wissenschaftliche Abhandlung über Erziehung, Fährtenarbeit und Verhalten. Die Römer gehen noch einen Schritt weiter: Sie züchten unterschiedliche Jagdhund-Rassen, führen aus dem Ausland Luxushündchen ein, schicken Kampfhunde in die Arena und halten Hunde, die vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Mit der Christianisierung ändert sich die gesellschaftliche Wertschätzung der Vierbeiner. Die Kirche entdeckt ihre vermeintlich dunkle Seite als Begleiter von Hexen und Dämonen. Als die Bestiarien im 10. Jahrhundert aufkommen, hat sich die Lage schon wieder etwas entspannt. Der Hund wird zur Symbolfigur menschlicher Tugenden wie Treue, Wachsamkeit und Mut. Kaiser, Könige und Adlige präsentieren sich stolz mit ihren Lieblingen. Der Hund avanciert zum Prestigeobjekt. Welche Rasse zu wem passt, ist über Jahrhunderte aber nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern vor allem der eigenen gesellschaftlichen Stellung. Daran hat sich womöglich bis heute nicht viel geändert, aber inzwischen hat der Hund vor allem das Herz des Menschen erobert. Er ist sein bester Freund, sein Kind- oder Partnerersatz. Er versteht auch ohne Worte, er liebt bedingungslos. Die Moderne verhilft ihm vielleicht zur größten Wertschätzung in der jahrtausendealten Geschichte zwischen Mensch und Hund.
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. Die zweiteilige "Terra X"-Reihe erzählt alles Wissenswerte dieser einzigartigen Erfolgsstory.
Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Kulturgeschichte des Hundes. Sie beginnt mit dem Lagerwolf. In grauer Vorzeit geht er mit dem Menschen eine Zweckbeziehung ein. Aus anfänglichem Misstrauen entstehen Zuneigung und enge Bindung.
"Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos." Eine Erkenntnis, die zuerst der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann formuliert hat, bevor Loriot sie später ein wenig präzisierte. Für den deutschen Humoristen war ein Leben ohne Mops unter keinen Umständen vorstellbar. Rund sieben Millionen Hundehalter in Deutschland geben beiden prominenten Künstlern Recht. Der Hund ist nicht nur das erste Haustier, sondern auch der beste Freund des Menschen.
Liebe auf den ersten Blick ist es nicht, als sich Grauwolf und Mensch zum ersten Mal begegnen. "Canis lupus" ist vom Hunger getrieben und stöbert in der Müllhalde einer Steinzeitsiedlung. Mit der Großen Eiszeit ist das friedlich grasende Großwild abgewandert. Die neuen Beutetiere sind kleiner, schreckhafter und flinker. Die Jagd im Rudel kostet mehr Kraft, erfordert anderes Vorgehen und bringt längst nicht immer den gewünschten Erfolg. Die schwierigen Verhältnisse in der Umwelt zwingen Mensch und Wolf zu einer bis dahin nie dagewesenen Kooperation, sagen Forscher.
Der Mensch folgt der Fährte der Wölfe, die mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn selbst drei Tage alte Spuren wittern können. Im Gegenzug duldet er, wenn die scheuen Tiere in ihre Siedlungen eindringen und sich über die Essensreste hermachen. Aus gegenseitiger Duldung wird allmählich Zutrauen - die Evolution bringt den Lagerwolf hervor. Er ist dem Wolf zwar genetisch noch näher als dem Hund, aber im Verhalten zeigt er sich bereits deutlich zutraulicher und lebt im losen Verbund mit der Gemeinschaft. Der Lagerwolf gilt als direkter Vorfahr des Hundes, der seinen Siegeszug als treuer Wegbegleiter des Menschen vermutlich in der Zeit antritt, als aus Jägern und Sammlern Bauern und Viehzüchter werden. Schon damals übernimmt der Hund Aufgaben als Wach- und Hütehund. Und er stellt seine hohe soziale Anpassungsfähigkeit unter Beweis. Eigenschaften, die ihm Jahrtausende später gottgleichen Status bescheren.
Dass der Hund eines Thrones wert ist, haben viele Hochkulturen gewusst. Die Ägypter ernennen den schakalköpfigen Anubis zum obersten Richter ihres Totenreichs. Die Griechen suchen eher nach rationalen Erklärungen für das außergewöhnliche Wesen des Hundes. Der Philosoph Xenophon liefert die erste wissenschaftliche Abhandlung über Erziehung, Fährtenarbeit und Verhalten. Die Römer gehen noch einen Schritt weiter: Sie züchten unterschiedliche Jagdhund-Rassen, führen aus dem Ausland Luxushündchen ein, schicken Kampfhunde in die Arena und halten Hunde, die vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt werden.
Mit der Christianisierung ändert sich die gesellschaftliche Wertschätzung der Vierbeiner. Die Kirche entdeckt ihre vermeintlich dunkle Seite als Begleiter von Hexen und Dämonen. Als die Bestiarien im 10. Jahrhundert aufkommen, hat sich die Lage schon wieder etwas entspannt. Der Hund wird zur Symbolfigur menschlicher Tugenden wie Treue, Wachsamkeit und Mut. Kaiser, Könige und Adlige präsentieren sich stolz mit ihren Lieblingen. Der Hund avanciert zum Prestigeobjekt.
Welche Rasse zu wem passt, ist über Jahrhunderte aber nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern vor allem der eigenen gesellschaftlichen Stellung. Daran hat sich womöglich bis heute nicht viel geändert, aber inzwischen hat der Hund vor allem das Herz des Menschen erobert. Er ist sein bester Freund, sein Kind- oder Partnerersatz. Er versteht auch ohne Worte, er liebt bedingungslos. Die Moderne verhilft ihm vielleicht zur größten Wertschätzung in der Jahrtausende alten Geschichte zwischen Mensch und Hund.


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