Als ein echtes Kind des Regenwalds kam Mundiya Kepanga, Stammesoberhaupt der papua-neuguineischen Huli, auf dem Laubteppich eines jahrhundertealten Feigenbaumes zur Welt. In der Tradition der alten Geschichtenerzähler spricht er in der ersten Person, wenn er über sein Leben und den Zustand des Urwaldes spricht, den er als Naturheiligtum der Erde ansieht. Einfühlsam und poetisch beschreibt er sein enges Verhältnis zu seiner grünen Heimat und enthüllt gleichzeitig die verheerenden Ausmaße der Abholzung, die dort in den letzten zehn Jahren dramatisch schnell vorangeschritten ist. Seine Tätigkeit als Umweltbotschafter führen Mundiya Kepanga aus seinem abgelegenen Ort im Hochland Papua-Neuguineas zu den größten internationalen Veranstaltungen - etwa auf eine französische Senatssitzung, ein Kolloquium zur Weltklimakonferenz COP21 und zu einem Treffen mit dem Schauspieler und Aktivisten Robert Redford. Der papua-neuguineische Stammesführer ist außerdem zu Gast in Schulen, besucht Forstarbeiter in Südwestfrankreich und tauscht sich mit Ökologen aus, um die Stimme der indigenen Völker zu vertreten. Mit seinen Berichten will er, abseits alarmierender Statistiken, einen neuen Blick auf die Natur und ihre Bedeutung werfen. Der Dokumentarfilm begleitet Mundiya Kepanga auf seiner Reise, um seine Brüder, die Bäume, zu retten. Seine Botschaft: Der Regenwald erzeugt die Luft zum Atmen. Er ist ein gemeinsames Erbe der Menschheit, das es zu bewahren gilt. Mundiya Kepangas Aufruf zum Schutz der tropischen Regenwälder erinnert daran, wie sehr das Schicksal der Menschen von dem der Bäume abhängt.