Geteiltes Wasser - Die Eckertalsperre im Harz

  • Beim Rundgang durch die Staumauer sind bis zu 60 Höhenmeter zurückzulegen Vergrößern
    Beim Rundgang durch die Staumauer sind bis zu 60 Höhenmeter zurückzulegen
    Fotoquelle: MDR/Ines Klein
  • Eckertalsperre - als einzige geteilt durch die innerdeutsche Grenze, die mitten durch See und Mauer verlief. Vergrößern
    Eckertalsperre - als einzige geteilt durch die innerdeutsche Grenze, die mitten durch See und Mauer verlief.
    Fotoquelle: MDR/Ines Klein
  • Relikt aus anderen Zeiten. Grenzstein auf der Staumauer der Eckertalsperre. Vergrößern
    Relikt aus anderen Zeiten. Grenzstein auf der Staumauer der Eckertalsperre.
    Fotoquelle: MDR/Ines Klein
  • Staumauer der Eckertalsperre Vergrößern
    Staumauer der Eckertalsperre
    Fotoquelle: MDR/Ines Klein
  • Der heutige Talsperrenmeister Harald Juch (li) mit Helmut Pape, bis 1990 Chef der Talsperren im Ostharz. Vergrößern
    Der heutige Talsperrenmeister Harald Juch (li) mit Helmut Pape, bis 1990 Chef der Talsperren im Ostharz.
    Fotoquelle: MDR/Ines Klein
  • Staumauer der Eckertalsperre von der Talseite. Vergrößern
    Staumauer der Eckertalsperre von der Talseite.
    Fotoquelle: MDR/Ines Klein
  • Grenzschild auf der Westseite der Eckertalsperre. Vergrößern
    Grenzschild auf der Westseite der Eckertalsperre.
    Fotoquelle: MDR/Götz Walter
  • Relikt aus anderen Zeiten. Auch im Inneren der Staumauer Kennzeichnung der Grenze Vergrößern
    Relikt aus anderen Zeiten. Auch im Inneren der Staumauer Kennzeichnung der Grenze
    Fotoquelle: MDR/Ines Klein
Report, Regionalmagazin
Geteiltes Wasser - Die Eckertalsperre im Harz

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
MDR
Di., 24.07.
20:45 - 21:15


Die Eckertalsperre - das sind mehrere Millionen Kubikmeter Wasser, angestaut durch eine rund 60 m hohe Mauer, auf der irgendwann eine andere Mauer stand. "Ich hätte Wolfsburg den Hahn abdrehen können", sagt Helmut Pape. Dabei lächelt er bescheiden und fügt hinzu: "Das hätte ich aber nie gemacht." Der 87-Jährige war jahrzehntelang der Herr über die sieben großen Talsperren im Ostteil des Harzes. Dazu gehörte auch die Eckertalsperre. Diese war Ende der 1930er Jahre in den Harz geklotzt worden, um u.a. Wolfsburg und Braunschweig mit Trinkwasser zu versorgen. Fast noch wichtiger aber - das Brauchwasser für die Volkswagenwerke. Schließlich produzierten die den KdF-Wagen und zudem bis Kriegsende Zehntausende Kübelwagen für das Militär. Die etwas eigentümliche Grenzziehung in den 60ern aber teilte Staumauer und Wasser in zwei Hälften - weiß Burckhard Nedden, der damals für die Westseite in der verantwortlichen Grenzkommission saß: "Ja, das klingt erstmal komisch, Wasser zu teilen." Aber es sei eben ein Tauziehen gewesen - zwischen DDR und BRD - dieses Grenzziehen. Nach dem Motto: "Gibst du mir ein Stück, gebe ich dir eins." Wenn man es genau nimmt, befand sich fortan also sozialistisches und kapitalistisches Wasser in der Talsperre. Und westdeutsche Städte sowie VW hingen sozusagen zum Teil am volkseigenen Tropf. Doch damit nicht genug: Auch 5 km der Versorgungsleitung Richtung Westen befanden sich auf DDR-Territorium und damit eben jener "Hahn" - ein Schieber an der Rohrleitung -, von dem Helmut Pape spricht und mit dem man alles hätte "abdrehen" können. "Der Osten - Entdecke wo Du lebst" erzählt, welche Geschichten sich rund um die Talsperre und diese seltsame Teilung ranken. Das MDR-Team traf Grenzzieher, illegale Grenzüberschreiter, Grenzüberwinder, Grenzöffner ... und ehemalige Grenzer, die sich einst hier schwer bewaffnet gegenüber standen und sich heute regelmäßig treffen - zum Austausch und zum Wandern, eben rundherum um diese ungewöhnliche Talsperre, in einer herrlichen Landschaft.


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