«Ziel gelasert. 3, 2, 1 Feuer! Good Kill», dann verschwindet ein Gebäude auf dem Monitor in einer Staubwolke. Egan ist US-Air-Force-Offizier. Der ehemalige Militärpilot verbringt seine Tage längst nicht mehr unter Lebensgefahr im Cockpit eines Flugzeugs. Tagein, tagaus sitzt er in einem klimatisierten Container vor dem Bildschirm in der Wüste Nevadas, wo er eine Drohne steuert. Innerlich zweifelt er immer mehr an seiner Arbeit, für die in Einkaufshäusern Jugendliche Gamer rekrutiert werden. Am Abend ertränkt er seine Zerrissenheit im Alkohol. Währenddessen muss seine Frau Molly hilflos zusehen, wie ihr Mann langsam zugrundegeht. Doch als Egan eines Tages von der CIA ein fragwürdiges Ziel ausschalten soll, gerät er in einen schweren moralischen Konflikt und entscheidet, gegen seine Vorgesetzten Position zu beziehen. «Gattaca»-Regisseur Andrew Niccol zeichnet das düstere Bild des «Spielkonsolenkriegs» und führt dem Publikum die Absurdität der modernen Kriegsführung gegen den Terrorismus vor. Ein leises Kriegsdrama, das sich dabei auf die Psychologie seiner Hauptfigur und seines engsten Umfelds beschränkt.