Was jahrzehntelang unvorstellbar war, wird Ende des 20. Jahrhunderts innerhalb weniger Monate zur Realität: Die Sowjetunion fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Die Teilrepubliken des immensen Einparteienstaates erkämpfen sich ihre Unabhängigkeit. Eigentlich wollte Michail Gorbatschow die Sowjetunion reformieren. Vom unbekannten Bauernjungen wurde er zu einem der jüngsten Mitglieder des Politbüros und schließlich zum Präsidenten der UdSSR. Michail Gorbatschow brachte Entwicklungen ins Rollen, die sein Land, aber auch die ganze Welt veränderten. Wie ist ihm das gelungen? Wie konnte er sich gegen den fest im Sattel sitzenden sowjetischen Führungszirkel durchsetzen? Und wie blickt er heute zurück auf sein Wirken, aber auch auf die untergegangene Sowjetunion? Die renommierten Regisseure Werner Herzog und André Singer gehen diesen Fragen auf den Grund. Sie wollen den Menschen und den Politiker Gorbatschow verstehen, der sich nach langem Abwägen dazu bereiterklärt hat, über seine Gedanken und seine Gefühle in dieser Zeit zu sprechen. Es ist eine Geschichte über große Siege und katastrophale Niederlagen, eine Achterbahnfahrt vom höchsten Amt des Staates bis zum Machtverlust. Herzog spricht zudem mit Wegbegleitern Gorbatschows, die in die Geschehnisse involviert waren. Und auch das private Leben Gorbatschows interessiert die Filmemacher: Gorbatschow und seine Familie - ein weiterer wichtiger Teil dieser beeindruckenden filmischen Begegnung, die uns den Menschen Michail Gorbatschow näherbringt.