Grand'Art

  • Detailaufnahme von Correggios "Satyre et Vénus", das im Pariser Louvre ausgestellt ist. Vergrößern
    Detailaufnahme von Correggios "Satyre et Vénus", das im Pariser Louvre ausgestellt ist.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Der Regisseur Hector Obalk vor dem Gemälde "Satyre et Vénus" von Correggio Vergrößern
    Der Regisseur Hector Obalk vor dem Gemälde "Satyre et Vénus" von Correggio
    Fotoquelle: ARTE France
  • Detailaufnahme von Correggios Gemälde "Léda" Vergrößern
    Detailaufnahme von Correggios Gemälde "Léda"
    Fotoquelle: ARTE France
Kultur, Kunst und Kultur
Grand'Art

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 23/06 bis 01/07
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2014
arte
Sa., 23.06.
05:20 - 05:50
Leda, Io, Danae ...


Hector Obalk befasst sich heute mit mythologischen Gestalten, die der italienische Künstler Antonio da Correggio (1489-1534) zum Anlass nimmt, auf seinen Gemälden die Reize der weiblichen Nacktheit zu feiern. Leda wird von einem Schwan verführt, Io von einer Wolke, Venus von einem Satyr und Danae von einem Goldregen. Correggio malte in seinen letzten Gemälden Figuren der griechischen Mythologie, um vom Liebesleben der Götter zu erzählen. Obalk entdeckt jene Kunstschätze in der Galleria Borghese in Rom, in der Berliner Gemäldegalerie sowie im Kunsthistorischen Museum Wien. Danaes Geschichte ist bekannt, da sie bereits mehrfach von Tizian dargestellt wurde. Die Prinzessin wird von ihrem Vater eingesperrt, um sie vor Jupiters Avancen zu schützen. Dieser dringt nun in Form eines Regens aus Goldstücken in sie ein und schafft es, sie zu schwängern. Anschließend nimmt Obalk den lasziven Körper der Venus, der sich ein animalischer Satyr nähert, genauer unter die Lupe. Correggio bringt in der anmutigen Frauenfigur geballte Erotik zum Ausdruck. Auf diesem Gemälde der Venus, die ein Satyr entdeckt, kreuzt der manieristische Maler aufs Subtilste die Blickachsen von oben und von unten. Dann filmt Obalk mit seiner Kamera die Figur der Leda bis ins kleinste Detail. Ein großer Schwan - Jupiter höchstpersönlich - versucht diese zu verführen. Da Leda hier keine von halbnackten Nymphen umgebene Göttin ist, sondern eine Königin im Kreis angezogener Dienerinnen, ist anzunehmen, dass die beiden anderen weiblichen Akte des Gemäldes ebenfalls Leda darstellen - wie sie aus dem Bad steigt, sich in ein Handtuch hüllt und sich schließlich in der Bildmitte niederlässt. Auf dem letzten Gemälde, das Obalk bei seinem Ausflug ins Reich der Lust genauer untersucht, wird die Nymphe Io von einem als Wolke getarnten Jupiter verführt. Und sie gibt sich ganz der gewaltigen Weite des Himmels hin, der sie bei der Taille fasst.


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