Grand'Art

  • Caravaggio, mit bürgerlichem Namen Michelangelo Merisi, malte um das Jahr 1598 diesen "Bacchus". Vergrößern
    Caravaggio, mit bürgerlichem Namen Michelangelo Merisi, malte um das Jahr 1598 diesen "Bacchus".
    Fotoquelle: ARTE France
  • In seinem Jugendwerk dokumentierte Caravaggio vor allem den Genuss irdischer Nahrungsmittel, wie in seinem Gemälde "Knabe mit Früchtekorb". Vergrößern
    In seinem Jugendwerk dokumentierte Caravaggio vor allem den Genuss irdischer Nahrungsmittel, wie in seinem Gemälde "Knabe mit Früchtekorb".
    Fotoquelle: ARTE France
Kultur, Kunst und Kultur
Grand'Art

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 22/07 bis 30/07
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2017
arte
So., 22.07.
11:30 - 11:55
Caravaggio(1/3)


In seinem Jugendwerk dokumentierte Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, vor allem den Genuss irdischer Freuden ("Knabe mit Früchtekorb"), urwüchsige Alltagsszenen voll listiger Buben und verzehrender Blicke ("Die Falschspieler", "Die Wahrsagerin), die Zeitvertreibe der hohen Gesellschaft ("Das Konzert") und das Leben im Einklang mit der Natur ("Ruhe auf der Flucht nach Ägypten"). Das Thema des Bildes "Knabe mit Früchtekorb", eines der ersten bekannten Werke des Meisters, ist typisch für die Bilder, auf die die Sammler Caravaggios damals versessen waren, um damit ihre römischen Palazzi oder Villen zu dekorieren: Es handelt sich gewissermaßen um eine Gabe von Früchten, die der Auftraggeber symbolisch seinen Gästen als Willkommensgeste anbietet. Vermutlich entstand das Bildnis eines jungen Mannes mit blassem Teint, das den Titel "Kleiner kranker Bacchus" trägt, während einer längeren Krankheit. Bei diesem nur mit einem locker drapierten Tuch bekleideten Jüngling mit Efeu im Haar und Weintrauben in den Händen handelt es sich offensichtlich um ein Selbstporträt Caravaggios als melancholisch leidender Dandy. Hector Obalk beleuchtet die Themen und die Bildkomposition der unterschiedlichen Gemälde aus der Frühphase von Caravaggios Schaffen - von der Lichtführung, den theatralischen Gesten und Posen der dargestellten Figuren bis hin zu Details, die oft mit einer symbolischen Bedeutung aufgeladen sind. Dabei verzichtet Hector Obalk immer wieder auf einen Kommentar und lässt die Bilder für sich sprechen.


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