Griechenland - Armut trotz Tourismusboom

  • Der Hafen von Mytilini auf Lesbos. Ausbleibende Touristen haben die Krise auf der Insel verschärft. Vergrößern
    Der Hafen von Mytilini auf Lesbos. Ausbleibende Touristen haben die Krise auf der Insel verschärft.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Johannes Höflich
  • Im Dorf Vrisa auf Lesbos wurden zahlreiche Häuser während des Erdbebens im Juni 2017 zerstört. Vergrößern
    Im Dorf Vrisa auf Lesbos wurden zahlreiche Häuser während des Erdbebens im Juni 2017 zerstört.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Johannes Höflich
  • Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Tausende Flüchtlinge leben hier schwer bewacht hinter Stacheldrahtzäunen. Vergrößern
    Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Tausende Flüchtlinge leben hier schwer bewacht hinter Stacheldrahtzäunen.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Johannes Höflich
  • Unterhalb der Akropolis beginnt die Armut. Vergrößern
    Unterhalb der Akropolis beginnt die Armut.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Johannes Höflich
Report, Auslandsreportage
Griechenland - Armut trotz Tourismusboom

Infos
Produktionsdatum
2017
3sat
Di., 22.05.
10:25 - 11:10


Während die Armut in der EU leicht rückläufig ist, hat sich die Armutsquote in Griechenland seit 2008 fast verdoppelt. Der Film zeigt einen Alltag zwischen Billiglohn und Sparmaßnahmen. Tourismusboom in Griechenland: Seit Reiseziele wie die Türkei nicht mehr gefragt sind, kommen die Urlauber in Scharen. Davon profitieren vor allem die Touristikkonzerne, die Fluglinien und die Hotelketten - weniger aber die Menschen im Land. Sie finden allenfalls Saisonarbeit zum Billiglohn. Hinzu kommen immer neue Sparmaßnahmen und Rentenkürzungen. Laut einer aktuellen Statistik lebt ein Viertel der griechischen Bevölkerung in einer "schweren materiellen Notlage" - in Armut also. Auf der Ferieninsel Rhodos beginnt die Armut gleich hinter dem Strand - dort, wo die Köche, die Kellner, die Zimmermädchen leben. In der Hafenstadt Patras hungern viele. Rentner, aber auch junge Menschen, die sich einen bescheidenen Wohlstand aufgebaut hatten und die durch die Krise in Griechenland alles verloren haben. Besonders schlimm ist die Situation in der Hauptstadt Athen. Die Autoren begleiten Erwin Schrümpf von der privaten Hilfsorganisation "Griechenlandhilfe". Zusammen mit ihm treffen sie verzweifelte Menschen aus dem ehemaligen griechischen Mittelstand. Viele haben keine Krankenversicherung mehr, sind auf Medikamente angewiesen, die die "Griechenlandhilfe" an Sozialzentren verteilt. Auf der Insel Lesbos leben nach wie vor Flüchtlinge. Ihnen geht es noch schlechter als den Einheimischen. Wer registriert ist, darf tagsüber das Flüchtlingslager verlassen. Doch eine Weiterreise ist unmöglich. Früher war Lesbos Touristenhochburg, heute kommen nur noch wenige Gäste. Die Bilder der Flüchtlingskrise von 2015 schrecken die Urlauber ab - auch heute noch.


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