Brauchtumsspezialist und Filmemacher Thomas Lüchinger dokumentiert den faszinierenden Brauch des Silvesterchlausens. Die Kamera begleitet verschiedene Chlausenschuppel am alten und neuen Silvester im Appenzeller Hinterland und ist dabei ganz nahe am Geschehen. Der Film bildet nicht ab, sondern richtet den Blick auf die Menschen, welche diesen faszinierenden Brauch bis heute lebendig erhalten. Das Silvesterchlausen löst bei alten und jungen «Chläusen» jedes Jahr erneut das Chlausenfieber aus. Zauernd, tanzend und schellend ziehen die Chlausenschuppel am alten (13. Januar) und neuen (31. Dezember) Silvester von Haus zu Haus. Die verschiedenen Schuppel mit ihren Masken und Hauben, Schellen und Rollen wünschen den Bewohnern mit dem Gesang der nur hier gepflegten Klausenzäuerli ein gutes neues Jahr. Geister sollen die furchterregenden Naturkläuse in früheren Zeiten mit wildem Tanz und lautem Geschell vertrieben haben. Die Schilderungen des Fotografen und Dokumentaristen Mäddel Fuchs sowie des Musikers und Komponisten Noldi Alder zeichnen ein Bild dieses faszinierenden Brauches. So lässt sich erahnen, dass mit dem Brauch in früheren Jahren auch der Wille zum Ungehorsam gegen die Obrigkeit zum Ausdruck gebracht wurde. Heute geht es beim lebendigen Brauch, der nur in wenigen Gemeinden im Appenzellerland praktiziert wird, um die Pflege eines einzigartigen Kulturerbes und der Gemeinschaft.