1845 stach der britische Polarforscher und Seeoffizier Sir John Franklin mit 128 Männern auf zwei hochmodernen Schiffen der Royal Navy in See, um die damals als undurchdringlich geltende Nordwestpassage zu erkunden. Die Expedition schlug fehl und nahm ein dramatisches Ende: Die Besatzungen der "HMS Erebus" und "HMS Terror" kamen ums Leben - unter rätselhaften Umständen. 1859 tauchte eine Nachricht auf, der zufolge Franklin und 23 weitere Besatzungsmitglieder erst verstorben seien, als die Schiffe bereits seit zwei Jahren im Eis festsaßen. Ein knappes Jahr nach dem Tod des Kommandanten Franklin sollen 105 Personen in Richtung Festland aufgebrochen sein, doch keiner überlebte die Wanderung. Die beiden Schiffe wurden vom Eis verschlungen und blieben 170 Jahre lang verschollen. Nach siebenjähriger Suche entdeckten Archäologen der kanadischen Bundesbehörde für Natur- und Kulturerbe Parks Canada mit Unterstützung der kanadischen Küstenwache im September 2014 die beinahe unbeschädigte "HMS Erebus" in nur elf Meter Tiefe am Grund des Queen Maud Gulf. Ermöglicht wurde der Fund mit Hilfe von mit Sonargeräten ausgestatteten Booten und dem Unterseeboot "Arctic Explorer", das zur detaillierten Kartographierung der Meeresböden eingesetzt wird. Auf der Grundlage von sonargestützten Synthesebildern wurde ein 3D-Modell des Wracks erstellt, das verblüffende Details enthüllt. Diese Bilder, Beiträge von Historikern sowie hochwertige historische Rekonstruktionen zeichnen in dem Dokumentarfilm die Geschichte von Franklins Expedition und ihrem tragischen Ende nach.