Unter dem Motto "Heimat neu entdecken" präsentiert Moderator Florian Wagner Geschichten, Menschen und Orte in Bayern, die Tradition und modernen Stil verbinden. Tattoohandwerk trifft auf Krachlederne Der gebürtige Münchner Michael Thalhammer, ehemaliger Sänger der Wiesn-Band Wuidara Pistols, wollte nach sieben Jahren als Berufsmusiker endlich mit seinem eigenen Laden sesshaft werden und mehr Zeit für seine Familie haben. Geklappt hat das mit der Ruhe nicht so recht: Thalhammer hat alle Hände voll zu tun. Denn er verschönert DEN bayerischen Trachtenklassiker, die Lederhose, mit einer alten Handwerkskunst: der Brandmalerei. Herauskommt eine Lederhose, die so individuell ist wie der Träger selbst. Die E-Gitarre vom Tegernsee Die wohl bayerischste aller Gitarren kreieren, aus heimischen Hölzern, ganz individuell und durch reine Handarbeit gefertigt: Das war der Gedankenblitz, den Musikproduzent Michael Nasswetter einst mitten in der Nacht am Tegernsee hatte. Und aus dieser kleinen Idee ist ein großes Projekt geworden. Zusammen mit einem ortsansässigen Schreiner und einem Gitarrenbauer, der weit über die bayerischen Grenzen hinaus bekannt ist, stellt er aus lokalen Hölzern wie Esche, Erle, Nussbaum oder Fichte akustische und elektrische Gitarren her, die mittlerweile Käufer auf der ganzen Welt haben. Bier aus der höchstgelegenen Privat-Brauerei Deutschlands In einer stillgelegten Seilbahnstation auf 1.000 Metern Höhe liegt Deutschlands höchste private Braustätte. Hier tüfteln Brauer Bernhard Göhl und der befreundete Biersommelier Hans-Hermann Höss an ihren Allgäuer Craft-Beer-Kreationen. Zwischen Kühen und Almhütten entwickeln sie unter anderem das spezielle Winterbier "Hüttenzauber". Zweimal pro Woche wird gebraut und noch von Hand abgefüllt - aber nicht in herkömmliche Bierflaschen, sondern in Champagnerflaschen. Denn auch ihr Bier ist nicht herkömmlich: Die beiden brauen naturtrübes Craft-Bier, das mit reinem Alpenquellwasser und fast vergessenen Hopfensorten hergestellt wird - und das natürlich nach deutschem Reinheitsgebot. Rollentausch - Das Multi-Kulti-Theaterstück Auf einmal waren sie da, die Flüchtlinge. Mitten im beschaulichen Schönau in Niederbayern. Wer sind diese Leute? Was haben sie erlebt? Regisseur Sebastian Goller will sie besser kennenlernen und organisiert ein Treffen. Davon inspiriert schreibt er ein Theaterstück mit dem Titel "Mitten in Niederbayern". Ein Stück über ein fiktives Dorf in Bayern, in dem Flüchtlinge ankommen und alles gehörig durcheinandergewirbelt wird. Mittlerweile wurde das Projekt sogar mit dem niederbayerischen Integrationspreis ausgezeichnet. Das Besondere daran: Einheimische und Flüchtlinge stehen gemeinsam auf der Bühne und tauschen ihre Rollen. Da werden die Einheimischen zu den Flüchtlingen und die Zugereisten bekleiden die wichtigen Ämter im Ort wie das des Bürgermeisters und des Gemeinderates. Den Text lernen sie in ihrem Deutschkurs und auch die Schönauer haben durch dieses Stück gelernt, die Perspektive zu wechseln.