Etwas tun gegen die Armut in Frankreich, gegen den Hunger in der Welt, Kriegsverletzten helfen - die Dokumentation beleuchtet die humanitäre Arbeit muslimischer Hilfsorganisationen und begleitet einige ihrer Protagonisten. Aurore ist für ein umfangreiches Hilfsprojekt des französischen Secours Islamique in Mali zuständig, für die gleiche Organisation kümmert sich Nadia in der Pariser Banlieue um Obdachlose. In Deutschland hilft der junge Konvertit Abdurrahman Bedürftigen in seinem Stadtviertel, verschickt Spenden nach Syrien und unterstützt den Bau einer Moschee in Ghana. In der humanitären Hilfe sehen sie alle eine Pflicht des Islams; was jedoch den politischen Islam anbetrifft, gehen ihre Vorstellungen stark auseinander: Der Secours Islamique misstraut ihm, Abdurrahman und sein Verein haben ihn sich dagegen auf die Fahnen geschrieben. Die Dokumentation geht der Motivation dieser jungen Muslime auf den Grund, die sich im Namen ihres Glaubens engagieren, während religiöse Identitäten gleichzeitig immer stärkeren Spannungen ausgesetzt sind. Die Jahresspenden an die Secours Islamique sind im Durchschnitt zweieinhalb Mal so hoch wie die an das Rote Kreuz. Muslimische Hilfsorganisationen sind mittlerweile aus ihrem Schattendasein an die Öffentlichkeit getreten. Sie verteilen in der ganzen Welt Hunderte Millionen Hilfsgelder, zur Verfügung gestellt von Staaten, Organisationen oder einzelnen Gläubigen wie etwa für die Flüchtlingslager in der Türkei, den Zivilschutz in Syrien oder Direkthilfen. Muslimische Hilfsorganisationen sind mittlerweile fester Bestandteil der humanitären Welt.