Die 21-jährige Sophie lebt mit ihren Eltern in einer gediegenen Hamburger Altbauvilla, kennt keine Sorgen und genießt das Leben nach dem Motto "Was kostet die Welt?". Bald wird ihr Studium beginnen, die schicke Wohnung für eine WG mit ihrer besten Freundin Annabel ist bereits ausgesucht. Doch als Sophie sich wegen anhaltender Schmerzen untersuchen lässt, erhält sie vom Arzt eine schockierende Diagnose: Sie hat Brustfellkrebs. Ihre Chancen stehen nicht besonders gut. Der Tumor ist nicht operabel, die einzige Möglichkeit besteht aus einer Chemotherapie mit anschließender Strahlenbehandlung. Sophie kann diese Hiobsbotschaft zunächst nicht fassen. Mit dem Beistand ihrer liebevollen Eltern (Maike Bollow, Peter Prager) und ihrer fürsorglichen älteren Schwester Saskia tritt sie die Chemotherapie an. Auch die sympathisch-humorvollen Pfleger auf der Krebsstation machen ihr Mut. Und tatsächlich findet Sophie bald ihren Optimismus wieder: Sie beschließt, ihr Leben nicht von der Krankheit bestimmen zu lassen. Sie will auf nichts verzichten und ihr Leben genauso genießen wie zuvor - mit durchtanzten Nächten, Flirten und Sex. Als ihre Haare durch die Chemotherapie ausfallen, rasiert sie kurzerhand ihren Kopf und besorgt sich neun verschiedene Perücken: Je nach Anlass und Stimmung wechselt sie die Haarfarbe, trägt eine wilde Mähne oder einen strengen Pagenschnitt. Mit jeder Perücke schlüpft sie in eine andere Rolle und lebt verschiedene Seiten ihrer Persönlichkeit aus. Zugleich hilft ihr das Rollenspiel, besser mit ihrer Situation umzugehen. Gemeinsam mit Annabel zieht sie durch die Klubs und verliebt sich in ihren besten Freund Rob . Wenigstens für ein paar Stunden kann sie so dem tristen Krankenhausalltag entfliehen, um Mut und Kraft zu schöpfen. Tatsächlich scheint sich ihr Zustand zu verbessern. Aber Sophie läuft auch Gefahr, bei ihren Partynächten über die Stränge zu schlagen.