Hitlers letzte Mordgehilfen?

  • David Levinson, 90, ist ein Stutthof-Überlebender. In Tel Aviv wird er von Thomas Walther besucht, dem Nebenklägeranwalt in einem möglichen Stutthof-Prozess. Vergrößern
    David Levinson, 90, ist ein Stutthof-Überlebender. In Tel Aviv wird er von Thomas Walther besucht, dem Nebenklägeranwalt in einem möglichen Stutthof-Prozess.
    Fotoquelle: ZDF/SWR
  • Collage von bereits verstorbenen SS-Wachmännern aus dem KZ Stutthof (nicht die Beschuldigten). Vergrößern
    Collage von bereits verstorbenen SS-Wachmännern aus dem KZ Stutthof (nicht die Beschuldigten).
    Fotoquelle: ZDF/SWR
  • Thomas Walther (re.) im Gespräch mit dem Stutthof-Überlebenden Yitzhak Oshrovitz. Vergrößern
    Thomas Walther (re.) im Gespräch mit dem Stutthof-Überlebenden Yitzhak Oshrovitz.
    Fotoquelle: ZDF/SWR
  • Kriminalhauptkommissar Stefan Willms vom LKA Düsseldorf auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Stutthof. Vergrößern
    Kriminalhauptkommissar Stefan Willms vom LKA Düsseldorf auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Stutthof.
    Fotoquelle: ZDF/SWR
Report, Zeitgeschichte
Hitlers letzte Mordgehilfen?

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2018
3sat
Mi., 05.09.
20:15 - 21:00
Die späte Suche nach KZ-Tätern


Nur wenige, die in den KZ Aufseher waren, sind heute noch am Leben und können vor Gericht gebracht werden. Der Film zeigt Staatsanwälte und Kriminalbeamten bei Ermittlungen mit Hochdruck. Sie erzählen, wie sie vorgehen und was sie motiviert, heute in Archiven und an historischen Tatorten auf Tätersuche zu gehen. Auch geben sie Einblick in die kriminalistischen Methoden, mit denen die Täter der Beteiligung am hundertfachen Mord überführt werden sollen. Es ist letzte Chance, NS-Verbrecher hinter Gitter zu bringen: Bei der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg und bei der Staatsanwaltschaft Dortmund laufen die Ermittlungen gegen die letzten lebenden Nazi-Verbrecher. Angeschoben wurde der Endspurt der Ermittler durch einen historischen Wendepunkt in der deutschen Rechtsprechung: In den Verfahren gegen Iwan Demjanjuk und Oskar Gröning in den Jahren 2011 und 2016 wurden zum ersten Mal in der jüngeren Rechtsgeschichte SS-Wachmänner verurteilt, obwohl sie selbst nicht gemordet hatten. Durch ihren Wachdienst waren sie jedoch Teil des Vernichtungssystems und hatten somit das massenhafte Töten von KZ-Häftlingen ermöglicht. Deshalb nehmen sich jetzt die Ermittler ein Konzentrationslager nach dem anderen vor. Und tatsächlich machen sie immer noch KZ-Wachmänner ausfindig, nach denen vor der neuen Rechtsprechung schlicht nicht gesucht wurde. Über all die Jahrzehnte lebten diese unbehelligt in Deutschland - bis jetzt. Die Filmemacher begleiten die Staatsanwälte und Kriminalbeamte bei ihren aktuellen Ermittlungen gegen zwei ehemalige SS-Wachmänner des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig und auf ihrer Suche nach weiteren Tätern. Gerade weil die Taten mehr als 70 Jahre zurückliegen, ist das für die Ermittler ein ständiger Wettlauf gegen die Zeit - die verbleibende Lebenszeit der mutmaßlichen Täter. Doch es geht auch um die Überlebenden des Holocaust und die Angehörigen der Ermordeten. In Israel begleitet der Film einen deutschen Rechtsanwalt, der für die anstehenden Stutthof-Verfahren in sehr persönlichen Gesprächen Überlebende des KZ als Nebenkläger gewinnt. Ihre Sicht ist wichtig - und auch die des deutschen Anwalts: Jahrelang hat er selbst als Staatsanwalt in der Zentralen Stelle in Ludwigsburg gearbeitet und dabei auch die Schwächen und Fehler der bisherigen deutschen NS-Strafverfolgung kennengelernt.


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