Hitze, Stürme, Käferplage - Das Waldsterben geht weiter
Natur + Reisen, Natur + Umwelt • 24.02.2021 • 21:29 - 22:00
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Hitze, Stürme, Käferplage - Das Waldsterben geht weiter
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Hitze, Stürme, Käferplage - Das Waldsterben geht weiter

Während der Mensch noch debattiert, ist die Natur schon mittendrin im Klimawandel. Die Folgen sieht man direkt vor der Haustür: Stürme, abgestorbene Bäume und von Käfern zerfressene Wälder. Die Reportage zeigt, wie es um unseren Wald steht, und beleuchtet Lösungsansätze. Inzwischen werden Drogenspürhunde ausgebildet, um infektiöse Bäume im Wald frühzeitig aufzuspüren, und Forscher arbeiten an mobilen Borkenkäfer-Detektoren. Seit 2018 wurden bereits über 140 000 Hektar Wald durch Hitze, Dürre und Schädlinge zerstört. Eine Waldkrise, die die Wissenschaft längst vorhergesagt hat und an deren Ursachen bereits seit Jahrzehnten gearbeitet wird. Schon zu DDR-Zeiten versuchten Forstbetriebe, den Wald umzubauen und klimastabil zu machen. Doch anders als in der Landwirtschaft, brauchen Wälder dafür Jahrhunderte. "Unter diesem Gesichtspunkt hätte man das nicht verhindern können. Wir können nicht den Wald gießen. Aber man hätte sich besser vorbereiten können, damit man das befallene Holz schnell aus dem Wald bringt, wo die Käfer keinen Schaden anrichten können. Man muss heute Lagerflächen für Millionen von Kubikmetern Holz beschaffen. Das ist schwierig und innerhalb kürzester Zeit nicht hinzubekommen", fasst Prof. Dr. Michael Müller vom Institut für Waldbau und Waldschutz an der TU Dresden das Problem zusammen. Vor allem Kleinwaldbesitzer sind überfordert, die enormen Mengen an Käferbäumen aus dem Wald zu schaffen. Doch bleiben die liegen, geht das Sterben weiter. Allein der Abtransport des aktuell angefallenen Totholzes könnte nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände AGDW über zwei Milliarden Euro kosten. Selbst wenn das gelingt, bleibt der Wald weiter ein kostspieliger Patient. Aktuell müssten etwa 300 Millionen Bäume nachgepflanzt werden. Das würde weitere 640 Millionen Euro kosten. Deshalb fordern viele Waldbesitzer wie Jan Martin Dee aus dem thüringischen Gehofen nicht nur kurzfristige Zuschüsse, sondern eine jährliche staatliche Flächenprämien für ihre Arbeit: "Wenn wir den Wald mit seinem Nutzen für Klimaschutz, Tourismus und Erholung erhalten wollen, brauchen wir dafür auch eine Vergütung. Doch wenn die einzige Einnahme das Holz ist, dann wird sich das in Deutschland nicht mehr machen lassen. Wir sollten den Landwirten gleichgestellt werden und so wie diese für die Felder auch Prämien für die Pflege des Kulturraumes Wald bekommen."
Das beste aus dem magazin
Mehrere hundert Mausbilder wurden uns geschickt.
News

Die tollen Mausbilder unserer kleinen Leser

Am 7. März wird die "Sendung mit der Maus" 50 Jahre alt. Zu diesem Anlass hatten wir unsere jüngsten Leser gebeten, uns ihre Mausbilder zu schicken. Die Resonanz war überwältigend.
Armin Maiwald und die Maus: ein echtes Dreamteam.
News

Der Mann hinter der Maus

Mit Armin Maiwald zu sprechen, ist, als würde man einer Sachgeschichte zuhören. Vor 50 Jahren hat er die "Sendung mit der Maus" miterfunden – und ist auch mit 81 Jahren noch dabei.
Eine gesunde Ernährung ist wichtig für das Immunsystem.
Gesundheit

Sechs Tipps, wie Sie Ihr Immunsystem stärken

Das Immunsystem ist ein wahres Wunderwerk: Es schützt uns, es heilt uns, und wir können es jeden Tag neu stärken. Dazu benötigt das Immunsystem vor allem eine elementare Basisversorgung für die Mobilisierung seiner Abwehrkräfte.
Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser ist Oberarzt und Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Kardiologie am Sana-Klinikum Remscheid und bekannt als "Doc Esser" in TV und Hörfunk sowie als Buchautor.
Gesundheit

Bleib gesund, Maus!

Herzlichen Glückwunsch, liebe Maus. Du wirst 50 und gehörst damit für mich seit 46 Jahren zum sonntäglichen Ritual. Gut, mittlerweile bin ich – zumindest chronologisch gesehen – länger schon ein Erwachsener als Kind, dennoch liebe ich die "Sendung mit der Maus".
Joachim Llambi begleitet die 14. "Let's Dance"-Staffel mit einer exklusiven prisma-Kolumne.
News

Vielfältige Tänze

Tänze, Tänze, Tänze… Die Prominenten bei "Le's Dance" müssen zehn Gesellschaftstänze und drei Spezialtänze bis zum Sieg und zum "Dancing Star 2021" getanzt haben.
Der Naturpark Zittauer Gebirge.
Nächste Ausfahrt

Weißenberg: Naturpark Zittauer Gebirge

Auf der A4 von Görlitz nach Bad Hersfeld begegnet Autofahrern nahe der AS91 das Hinweisschild "Naturpark Zittauer Gebirge". Wer die Autobahn hier verlässt und der B178 beziehungsweise der S136 folgt, gelangt zum Naturpark, der sich auf einer Fläche von gut 13 300 Hektar erstreckt.