Ab 6. März 2020 ist neu in den "Hofgeschichten" dabei der Ökohof Liescher in Teschow, in der Nähe von Teterow mitten in der Mecklenburgischen Schweiz. Ulrike Liescher ist Schweinebäuerin und die Chefin des Hofes. Sie legt Wert auf einen hohen Standard. Der Biobetrieb aus Teschow ist ganz weit vorn, was artgerechte Tierhaltung und ganzheitliches Verständnis von Produktion, Vermarktung und Verkauf angeht. Die Schweinezucht: eine Herzensangelegenheit. Drei Ställe wurden komplett saniert, gemalert und mit großen Fensterscheiben zum Teterower See hin versehen. Nur für ihre Sauen! Von außen gleicht das Gebäude einer Ferienresidenz. Es gibt einen Kreißsaal für die hochtragenden Sauen mit Dusche und großen Buchten und mit viel Auslauf für die Ferkel. Die gerade erst geborenen Ferkel toben im knietiefen Stroh. So haben sie es sich vorgestellt, Ulrike und ihr Mann Georg. Seit 21 Jahren ist der Ökohof Liescher anerkannter Biobetrieb. Es gibt eine Menge Herausforderungen für die Bauernfamilie. Direkt am Teterower See, neben einem Gutshaus mit angeschlossenem Golfplatz gelegen, bewirtschaftet sie 640 Hektar Land mit Viehzucht, Ackerbau und Grünland. Die Leidenschaft von Georg Liescher sind seine Biofleischrinder. Das ganze Jahr über grast das Fleckvieh auf eigenen Flächen. Er treibt seine Herde von Weide zu Weide, ist im Frühjahr draußen, wenn die Kälber kommen. Sein Antrieb ist es, dass es den Tieren gut geht. Ursprünglich kam die Familie Liescher aus Osnabrück. Kurz nach der Wende zog erst Ulrikes Vater nach Teschow und bewirtschaftete zehn Jahre lang alleine den Hof. Dann kamen Ulrike und Georg, dann folgte auch Mutter Annegret, die jetzt für die 3.000 Legehennen verantwortlich ist. Und immer mittendrin: die drei Kinder der Lieschers. Der älteste Sohn Elia (20) ist gerade im dritten Ausbildungsjahr zum Landwirt und will bald mit in das Familienunternehmen einsteigen. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Luca-Marten will Groß- und Außenhandelskaufmann werden. Ihre kleine Schwester Christin (8) hat noch ein paar Jahre Zeit, sich zu entscheiden. Aber wenn die Großmutter die Bioeier zum Verkauf ausfährt oder die Mutter zu den Ferkeln geht, darf sie selbstverständlich nicht fehlen.