Mord und Totschlag, tragische Unglücksfälle und mysteriöse Selbstmorde, Drogen- und Sexskandale - Hollywoods Ruf war stets gefährdet. Als die Skandale überhandnahmen, engagierten die Studios einen Saubermann als filmischen Aufpasser: den erzkonservativen Will H. Hays, dessen "Code" von 1930 die Hollywood-Moral aufpolieren sollte. Die Skandal-Geschichten hinter den Kulissen setzten sich dennoch fort. So tötete angeblich Lana Turners Tochter 1958 den Ganoven Johnny Stompanato mit dem Küchenmesser. George Reeves, der erste "Superman" der Welt, kostete 1959 wahrscheinlich eine Affäre das Leben und Rock Hudson wiederum heiratete 1955 die lesbische Sekretärin seines Agenten, um sein homosexuelles Doppelleben zu kaschieren. Marilyn Monroe beging 1962 "wahrscheinlich Suizid", so die amtliche Sterbeurkunde. Der "Blues Brother" John Belushi starb 1982 im ältesten Hotel Hollywoods an einem Drogen-Cocktail. Der Schauspieler O. J. Simpson entkam 1995 in einem umstrittenen Prozess dank zweifelhafter Anwalttricks einer Doppelmordanklage. In seinem Dokumentarfilm untersucht Eckhart Schmidt diese und viele weitere Skandale der US-Filmindustrie. Mit seltenem Archivmaterial, unzähligen Filmausschnitten und exklusiven Interviews mit Angehörigen, Filmhistorikern und intimen Hollywoodkennern wie dem Regisseur und Autor Peter Bogdanovich entstand eine ebenso beeindruckende wie lehrreiche Chronique scandaleuse der "Traumfabrik".