Horst Evers: Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex

Unterhaltung, Kabarettshow
Horst Evers: Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex

3sat
Sa., 15.09.
03:30 - 04:15


Man muss keinen Flughafen bauen, um den Tücken des Alltags zu begegnen: Horst Evers erzählt Geschichten von der Schönheit des Scheiterns. Liebevoll und entlarvend, heiter bis poetisch und gnadenlos komisch. Beim 3satfestival 2017 präsentierte der Kabarettist die schönsten, absurdesten und lustigsten Geschichten aus dem aktuellen Bühnenprogramm. Horst Evers ist ein klassischer Vorleser: Er liest, ruft, zischt und wummert seine Geschichten heraus und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in seinen grandios überzeichneten Alltag. Er selbst nennt sich der "Geschichtenerzähler aus Berlin". Sein Programm - viele kleine, harmlos beginnende Erzählungen rund um die Themen Anstand, Moral und was man so dafür oder auch davon hält - fasst der Künstler gleich selbst zusammen: "Das Leben ist wunderbar, macht aber leider häufig auch viel Arbeit". Vor allem aber ist es ein grandioser Spaß. Für das Publikum genauso wie für ihn selbst. Horst Evers gibt Antworten auf die Fragen, die nie gestellt worden sind: Wie können wir den mannigfaltigen Tücken des Daseins begegnen? Er macht den Alltagstest und erzählt Geschichten mitten aus dem Hier und Jetzt. Er verbessert fremde Sprachen derart, dass man sie versteht, ohne sie zu sprechen; er entwickelt Sportarten, deren Ausübung man vor dem eigenen Körper geheim halten kann; lässt sich online massieren und findet endlich sinnvolle Kompromisse für die respektvolle Smartphone-Nutzung während persönlicher Gespräche: "Ein Stirnband mit einer Halterung für das Smartphone des Partners. Sie trägt mein Telefon vor der Stirn, ich trage ihres vor der Stirn, und so können wir gleichzeitig Mails checken und uns trotzdem innig in die Augen schauen. Ist auch für die Körperhaltung besser." Er schlägt der NSA vor, seine Überwachung von nun an selbst zu übernehmen und regelmäßig Bericht zu erstatten, möchte aber von den eingesparten Kosten profitieren. Auch unterwirft er Kants kategorischen Imperativ und die Lehrsätze anderer großer Denker dem Test und kommt alles in allem zu dem Ergebnis: So komisch war Alltag noch nie!


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