"Houston, wir haben ein Problem" spielt mit Verschwörungstheorien aus Zeiten des Kalten Krieges. Der Film suggeriert, dass der jugoslawische Präsident Tito das Ansehen der USA im Raumfahrt-Wettlauf rettete, und spielt dabei geschickt mit der historischen Realität und fiktionalen Elementen. Im Mittelpunkt steht die Figur des Ivan Pavic, einem der Chefingenieure des vorgeblichen jugoslawischen Raumfahrtprogramms. Der dokumentarische Stil ist das erzählerische Mittel, mit dem eine symbolische Geschichte über eine ganze Epoche erzählt wird. Der Film, der sich verschiedener Verschwörungstheorien aus Zeiten des Kalten Krieges bedient, nutzt drei Stilmittel: Zeitzeugenberichte, ausführliches historisches Archivmaterial sowie Interviewfragmente mit einem ehemaligen Staatsangestellten unter Tito und dem bekannten Philosophen und Slowenier Slavoj Zizek. Bei "Houston, wir haben ein Problem", argumentiert der slowenische Philosoph und Kulturkritiker, handelt es sich um eine "wahre" Geschichte rund um Manipulation, Lügen, politische Machenschaften und die Macht der Medien. Denn das eigentliche Ziel des Films ist es zu zeigen, "wie einfach ein Publikum mit 'falschen Fakten' getäuscht und manipuliert werden kann". Das rbb Fernsehen zeigt die ebenso faszinierende wie unterhaltsame Mockumentary "Houston, wir haben ein Problem" aus Anlass des Festivals des osteuropäischen Films in Cottbus (06.-11.11.2018). Im Jahr 2016 erlebte der Film dort seine Deutschland-Premiere.