Julia ist verliebt. Julia ist Schauspielerin. Julia hat das Down-Syndrom. Fünf Jahre lang dokumentierte "DOK"-Filmerin Andrea Pfalzgraf die außergewöhnliche Karriere dieser jungen Frau. Noch vor ein paar Jahren hätte niemand gedacht, dass die heute 25-jährige Julia Häusermann auf Bühnen in Europa, Asien und Amerika Theater spielen würde und dafür auch noch Preise bekäme. Dass sie dabei auch die Liebe ihres Lebens kennenlernt, das nennt man wohl Glück. Als der SRF 2012 den Dok-Film "Goethe, Faust und Julia" ausstrahlte, war schon klar, dass die junge Frau einen außergewöhnlichen Lebenslauf hat. Der Film zeigte die zweijährige Ausbildungszeit von Julia zur Schauspielpraktikerin. Am Theater HORA in Zürich lernte sie, Rollen zu interpretieren und alles, was es sonst noch braucht, um eine gute Schauspielerin zu werden. Tanzen ist ihre große Leidenschaft. Die Kamera begleitete Julia auf ihrem manchmal mühsamen, aber meist lustvollen Weg zum Erfolg. Inzwischen ist Julia erwachsen geworden. Sie hat sich in ihren Schauspielkollegen Remo verliebt und ist mit ihm zusammengezogen. Ganz normal, meint Julia. Und sie ist zuversichtlich, dass sie auch das Kochen noch lernen wird. Als ihr Verlobter um ihre Hand anhält, zögert sie keine Sekunde und sagt: "Ja, ich will!". So, wie sie es schon oft in ihrem Leben gesagt hat und damit weit gekommen ist. "Das geht nicht": Das gibt es für die junge Frau nicht. Sie lebt im Moment, und ihre Vorstellungskraft reicht so weit, dass sie irgendwann in Hollywood arbeiten wird. Realität ist, dass sie in New York City für den "Bessie Award" nominiert war und in Deutschland den renommierten Alfred-Kerr-Darstellerpreis erhalten hat. Ein Fortsetzungsfilm voller Poesie und Kraft über eine junge, selbstbewusste Frau mit großen Träumen, die von sich sagt: "Ich bin normal. Ich habe einfach ein Handicap."