Faber College, 1962. Weitab vom Schuss, in einer Kleinstadt, kommen die Studenten der Verbindung Delta darauf, Lernen sei nicht der Weisheit letzter Schluss. Fortan studieren sie die süsse Seite des Lebens, und dabei kennen sie keine Tabus. Nicht einmal die Freundinnen ihrer Freunde sind ihnen heilig. Schwimmbecken werden in Limonadebäder verwandelt und Togapartys abgehalten, die an römische Orgien erinnern. Als daraufhin versucht wird, die irren Typen von der Universität zu entfernen, lautet ihre Devise: «Werde niemals wütend, revanchiere dich!» Daran hält sich nicht nur der wilde Haufen der Studenten, sondern auch ein Professor im Hippielook. Er hat Lust auf eine knackige Studentin. Doch da funktionieren die Studenten auch schon einen Festumzug zum Zweck ihrer Revanche um. Der Professor saugt an der Haschzigarre, die Studenten sind verladen oder betrunken, die Studentinnen tragen zum Petting Gummihandschuhe. So grotesk und absurd sind die Verhältnisse an einer Provinzuniversität im Film «Ich glaub', mich tritt ein Pferd» («National Lampoon's Animal House»). Die Ironie wird darin zur Satire, der Blödsinn zum Wahnsinn. Der verrückte Studentenulk um das ausgeflippte Campusleben in den 1960er- und 70er-Jahren entstand unter der Ägide von «National Lampoon's», dem US-amerikanischen Pendant zur deutschen Satirezeitschrift «Titanic». Von Harvard-Absolventen gegründet, geriet das Blatt bald zu einer der bissigsten, aggressivsten und sarkastischsten Zeitschriften, welche dieses Aberwitzrevier kennt. Der Film wurde zum ersten Satirestreich, den John Landis mit dem 1982 verstorbenen John Belushi («The Blues Brothers») drehte. Die Knallfarce gilt als wahnwitzig komisches Spektakel. Herrlich freche Songs und Slapstickszenen wie auch Donald Sutherlands köstlicher Hippieprofessor geben ihm die Würze.