Die junge Rumänin Roxana sitzt im Bus auf dem Weg zurück in ihre Heimat, als sie von zwei Polizisten verhaftet wird. Sie soll den kleinen Sohn des Ehepaars David und Elisabeth, um den sie sich liebevoll als Nanny gekümmert hat, entführt haben. Ein Akt der Rache gegenüber ihren Arbeitgebern? Aber wie konnte es so weit kommen? Und wo ist der kleine Georges jetzt? Alles begann vor zwei Monaten, als Davids Arbeitgeber, die Europäische Bank für Entwicklung, die Chance auf ein millionenschweres Straßenbauprojekt in Rumänien bekam. Eigentlich hatte es sich der Familienvater bis dahin trotz seiner stagnierenden Karriere in seinem Leben mit seinem Sohn und seiner erfolgreichen Frau in ihrem großen Haus bequem gemacht. Doch das neue Projekt weckt wieder seinen Ehrgeiz. Um noch mehr über Rumänien zu erfahren, befragt er ihre Kinderfrau Roxana zu ihrer Heimat. Sie erzählt ihm schwelgend von ihrer Kindheit in dem kleinen Dorf Fillouani, das wie viele Orte in Rumänien umringt von alten Klöstern liegt. Das bringt David auf eine Idee: Er schlägt seiner energischen und kompromisslosen Chefin Valeria und den EU-Auftraggebern keine simple Autobahn vor, sondern eine Klosterstraße als kulturellen "Weg durch die rumänische Seele", und kann so den Auftrag gewinnen. Aber bei seiner Ankunft in Rumänien stößt David zur Überraschung aller auf massiven Widerstand der rumänischen Regierung und Bevölkerung. Diese befürchten hinter dem Projekt eine rein wirtschaftliche Ausbeutung ihrer Kultur durch die reichen europäischen Staaten. David gerät zwischen alle Fronten und ist nochmals auf Roxanas Hilfe angewiesen. Denn sie kennt eine der Rädelsführerinnen des Widerstands - eine Klostervorsteherin aus ihrem Dorf - und kann ein Gespräch vermitteln. Doch kann es in diesem Kampf zwischen wirtschaftlichen und politischen Interessen und kulturellen Bedürfnissen überhaupt einen Gewinner geben? Oder riskiert David, alles zu verlieren - nicht zuletzt seinen kleinen Sohn Georges?