Idaho - Wildwest mit deutschen Wurzeln
Natur + Reisen, Land + Leute • 08.04.2021 • 04:16 - 05:01
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Originaltitel
Idaho - Wildwest mit deutschen Wurzeln
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
Natur + Reisen, Land + Leute

Idaho - Wildwest mit deutschen Wurzeln

Wenn sich morgens die Sonne über die Rocky Mountains erhebt, ahnt man, warum die Ureinwohner dem Land den Namen "Idaho" gaben: Es bedeutet so viel wie "das Licht, das von den Bergen kommt". J. Michael Schumacher hat den ehemals "Wilden Westen" bereist und zeigt beeindruckende Bilder der unterschiedlichsten Landschaften. Sein Film stellt Menschen vor, die viele alte Traditionen bewahrt haben. Und manche haben sie sogar mit neuem Leben erfüllt. Idaho liegt im Nordwesten der USA und ist bekannt für malerische Landschaften, tiefe Canyons und Flüsse mit glasklarem Wasser. Der Snake River, einer der größten Ströme Nordamerikas, durchzieht das Land wie eine Lebensader. Über 1700 Kilometer lang, windet er sich durch Berg- und Hügellandschaften. Nahe der Ortschaft Twin Falls stürzt er als Wasserfall 63 Meter in die Tiefe. Die Shoshone Falls sind die höchsten Wasserfälle der Vereinigten Staaten, höher noch als die Niagarafälle. Und noch einen Superlativ beschert der Snake River dem 43. Bundesstaat der USA: Er formte das tiefste Flusstal von Nordamerika, den 16 Kilometer langen Hells Canyon. Die Menschen des Landes fühlen sich mit dem Snake River und seinen Zuflüssen tief verbunden. Daher bezeichnen sie Idaho auch als "Land der vielen Wasser". Für Biologen wie Kurtis Plaster ist es das Land der Lachse. Wenn die Fische im Spätsommer vom Pazifik über den Snake River in den Redfish Lake zurückkehren, um zu laichen, haben sie eine Wanderung von über 900 Meilen hinter sich. Ihr Bestand ist durch Staudämme, Wehre, schwankende Wasserstände und -temperaturen stark gefährdet. Daher soll ein Zuchtprogramm dafür sorgen, dass sich der Rotlachs wieder verstärkt in den Gewässern ansiedelt. Auch das Leben von Roger Nelson spielt sich am Snake River ab. Er schürft in dessen Fluten nach Gold und Silber. Die Edelmetalle lockten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Tausende Glücksritter ins Land. Daran erinnert noch heute die Geisterstadt Silver City, in der das Ehepaar Nelson ein nostalgisches Hotel betreibt. Rogers Großvater hatte das Haus erworben. Er stammte aus Deutschland - wie viele Schürfer damals. Bis heute haben 45 Prozent der Einwohner Idahos deutsche Wurzeln. Idaho besitzt viele weitere Namen wie "Land der Edelsteine" oder einfach "Kartoffelstaat". Farmer James Hoff verdient mit Kartoffeln seinen Lebensunterhalt. Genau wie seine Vorfahren. Seine Felder sind so weitläufig, dass er sie mit einer alten Boeing Stearman, die früher als militärische Übungsmaschine diente, kontrolliert. Idaho ist auch das Land der Farmer. Viele leben von der Schafzucht oder züchten Pferde - wie der Stamm der Nez Percé. Ihre Appaloosas sind die einzige Pferderasse, die je von Indianern gezüchtet wurde. Rosa Yearout und ihr Mann John haben sich als erfolgreiche Züchter einen Namen gemacht. John ist auch für die Ausbildung der Pferde zuständig und erweist sich als wahrer Pferdeflüsterer. Noch ist Idaho nicht so bekannt wie seine Nachbarstaaten Montana oder Wyoming. Aber wer einmal dort war, wird das Land und seine Bewohner nicht mehr vergessen.
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