Im Bann der Pferde

  • Vater und Sohn Slimani beim Ritt durch den Mittleren Atlas. Vergrößern
    Vater und Sohn Slimani beim Ritt durch den Mittleren Atlas.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Richard Ladkani
  • Lachsen Slimani (li.) und sein Sohn Mohammed in der Königsstadt Meknes. Vergrößern
    Lachsen Slimani (li.) und sein Sohn Mohammed in der Königsstadt Meknes.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Richard Ladkani
  • Das Aufbäumen des Pferdes, eine Fantasia- Figur. Vergrößern
    Das Aufbäumen des Pferdes, eine Fantasia- Figur.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Richard Ladkani
  • Fantasiagruppen-Anführer Lachsen Slimani mit seiner Reittruppe. Vergrößern
    Fantasiagruppen-Anführer Lachsen Slimani mit seiner Reittruppe.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Richard Ladkani
  • Lachsen Slimani und sein Sohn Mohammed auf ihren Berberpferden. Vergrößern
    Lachsen Slimani und sein Sohn Mohammed auf ihren Berberpferden.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Richard Ladkani
Natur+Reisen, Tiere
Im Bann der Pferde

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2009
3sat
Sa., 08.09.
16:45 - 17:30
Marokko


Einmal jährlich verwandelt sich die marokkanische Königsstadt Meknes in ein orientalisches Feldlager. Zum großen Fantasia-Reiterspiel werden mehr als 500 Teilnehmer erwartet. Der Turnierplatz direkt vor der Stadtmauer wird von großen Mannschaftszelten flankiert, schmucken Hallen aus elfenbeinfarbener Leinwand, oder nach Beduinenart aus schwarzem Filz. Rund 2000 Schaulustige säumen den Platz. In vollem Ornat ziehen die ersten auf ihren mit Gold und Pailletten geschmückten Pferden zum Start. Stolz tragen sie die weißen Dschelabas zur Schau, die turbanartigen Kopfbedeckungen und die langen Flinten mit den silbernen Beschlägen. Pferde und Reiter sind vor dem Startschuss sehr nervös. Auch der 56-jährige Berber Lachsen Slimani ist besessen von den Reiterspielen. Er ist Anführer einer Fantasia-Ggruppe und lebt mit seiner Familie auf einem abgelegenen Hochplateau im Mittleren Atlas. Lachsen ist stolz, weil auch sein Sohn Mohammed ein begeisterter Reiter ist und in die Fußstapfen seines Vaters treten will. Mit den Fantasias halten die Berber eine mehr als 2000-jährige Kampftradition aufrecht. Auf ähnliche Art zogen sie schon mit Hannibal zu Pferd über die Alpen und stürmten so den islamischen Invasoren entgegen. Die Berberfamilie Slimani besitzt zwei Pferde: ein Arbeitspferd und einen Fantasia-Hengst. Er ist der ganze Stolz der Familie. Die meisten Bauern können sich, wenn überhaupt, nur ein Reitpferd leisten. In einem derart trockenen Land wie Marokko ist Grünfutter teuer, der Unterhalt für ein Pferd entspricht dem einer ganzen Familie. Und doch wird das Pferd bei den Slimanis wie ein Familienmitglied betrachtet. Mohammed will unbedingt mit seinem Vater auf einer Fantasia reiten. Dazu benötigt er ein eigenes Reittier. So verlangt es die Tradition. Lachsen will seinem Sohn diesen Traum erfüllen. Um das nötige Geld aufzutreiben, wagt er ein Abenteuer: Er beschließt, zu einem Freund nach Ouarzazate zu reisen. Ouarzazate, auch Hollywood der Wüste genannt, zieht Marokkaner aus dem ganzen Land an. Sie hoffen, dort als Schauspieler entdeckt zu werden, oder doch zumindest einen Komparsen-Job als reitender Bandit, Beduine oder Haremswächter zu bekommen.
Fantasias sind Reiterspiele, die unter großer Anteilnahme der Bevölkerung gefeiert werden. Einmal jährlich verwandelt sich die Königsstadt Meknes in ein orientalisches Feldlager. Der Turnierplatz direkt vor der Stadtmauer wird von großen Mannschaftszelten flankiert. Rund 2.000 Schaulustige säumen den Platz. Zum großen Fantasia-Reiterspiel werden mehr als 500 Teilnehmer erwartet. Mit den Fantasias halten die Berber eine mehr 2.000-jährige Kampftradition aufrecht. In vollem Ornat ziehen sie auf ihren mit Gold und Pailletten geschmückten Pferden zum Start.
Auch der 56-jährige Berber Lachsen Slimani ist besessen von den Reiterspielen. Er ist Anführer einer Fantasiagruppe und lebt mit seiner Familie auf einem abgelegenen Hochplateau im Mittleren Atlas. Lachsen ist stolz, weil auch sein 18-jähriger Sohn Mohammed ein begeisterter Reiter ist und in die Fußstapfen seines Vaters treten will.
"Im Bann der Pferde" führt mit eindrucksvollen Bildern in die Welt der Fantasias. Porträtiert wird das Leben der Berberfamilie Slimani, die zwei Pferde besitzt: ein Arbeitspferd und einen Fantasia-Hengst. Er ist der ganze Stolz der Familie. Mohammed will unbedingt mit seinem Vater auf einer Fantasia reiten. Dazu benötigt er ein eigenes Reittier. So verlangt es die Tradition. Lachsen will seinem Sohn diesen Traum erfüllen. Um das nötige Geld aufzutreiben, wagt er ein Abenteuer.
Regisseurin Lisa Eder begleitet Lachsen mit ihrem Team auf dem Weg durch die Gebirgslandschaft des Mittleren Atlas bis an den Rand der Wüste. Nur dort kann es Lachsen gelingen, sich und seinem Sohn den Traum von einer gemeinsamen Fantasia in der Königsstadt Meknes zu erfüllen ...


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