Ein Filmdreh unter größtem persönlichen Einsatz: Die Dreharbeiten zu Francis Ford Coppolas Antikriegs-Klassiker "Apocalypse Now" sollten zu einer existenziellen Erfahrung für alle Beteiligten werden. Basierend auf dem filmischen Mitschnitt mit einer Handkamera und zahlreichen Aufzeichnungen entstand zwölf Jahre nach dessen Veröffentlichung ein packender Dokumentarfilm, der die chaotischen Dreharbeiten nachzeichnet. Im Februar 1976 zog Francis Ford Coppola mit seinem Team und seiner gesamten Familie auf die Philippinen, um dort seinen achten Film zu drehen. Doch statt den geplanten sechs Wochen dauerte die Arbeit an "Apocalypse Now" rund drei Jahre. Francis Ford Coppola bat seine Frau Eleanor, die Dreharbeiten zu dokumentieren. Sie beschloss, ergänzend ein Filmtagebuch zu führen, in dem sie auch ihre Gespräche mit dem Regisseur niederschrieb. Das so entstandene Zeitdokument ist so faszinierend wie der Film selbst: Es zeigt die chaotischen Zustände am Set und die technischen, logistischen und zwischenmenschlichen Probleme, die dem Regisseur und seinem Team bis hin zum Einsatz ihres Lebens alles abverlangten. Coppola und sein Drehteam lebten im tiefen Dschungel - und ganz wie ihr Filmheld Captain Willard gingen auch sie bis an die Grenzen ihrer körperlichen und psychischen Belastbarkeit. Ein Taifun zerstörte die gesamte Kulisse, ein Bürgerkrieg brachte die Dreharbeiten zum Erliegen, der Hauptdarsteller erlitt einen Herzinfarkt, und der Regisseur musste die ausufernden Kosten bald aus Eigenmitteln aufbringen. Der Dokumentarfilm spiegelt auf fast unheimliche Weise das wider, worum es im Spielfilm geht: eine Reise an die eigenen Grenzen, eine Erkundung des Grauens.