Im Labyrinth des Schweigens

  • Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling, l.) streitet sich vor Gericht mit der Verkehrssünderin Marlene Wondrak (Friederike Becht). Vergrößern
    Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling, l.) streitet sich vor Gericht mit der Verkehrssünderin Marlene Wondrak (Friederike Becht).
    Fotoquelle: ZDF/Heike Ulrich
  • In der unverwüstlichen Sekretärin Erika Schmitt (Hansi Jochmann) hat der idealistische Radmann (Alexander Fehling) eine Verbündete. Vergrößern
    In der unverwüstlichen Sekretärin Erika Schmitt (Hansi Jochmann) hat der idealistische Radmann (Alexander Fehling) eine Verbündete.
    Fotoquelle: ZDF/Heike Ulrich
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    Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling) hat einen langen Weg vor sich.
    Fotoquelle: ZDF/Heike Ulrich
  • Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss, r.) rückt seinem jungen Kollegen Johann Radmann (Alexander Fehling, l.) den Kopf zurecht. Vergrößern
    Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss, r.) rückt seinem jungen Kollegen Johann Radmann (Alexander Fehling, l.) den Kopf zurecht.
    Fotoquelle: ZDF/Heike Ulrich
  • Simon Kirsch (Johannes Krisch, r.) findet sich per Zufall Auge in Auge mit seinem früheren KZ-Aufseher Schulz (Hartmut Volle, l.) wieder. Vergrößern
    Simon Kirsch (Johannes Krisch, r.) findet sich per Zufall Auge in Auge mit seinem früheren KZ-Aufseher Schulz (Hartmut Volle, l.) wieder.
    Fotoquelle: ZDF/Heike Ulrich
  • Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss), der Initiator der Ausschwitzprozesse. Vergrößern
    Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss), der Initiator der Ausschwitzprozesse.
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  • Zwischen Marlene (Friederike Becht) und Johann (Alexander Fehling) hat es gefunkt. Vergrößern
    Zwischen Marlene (Friederike Becht) und Johann (Alexander Fehling) hat es gefunkt.
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  • Fritz Bauer (Gert Voss) weiß, dass er von seinen Juristen-Kollegen kaum mit Unterstützung rechnen kann. Vergrößern
    Fritz Bauer (Gert Voss) weiß, dass er von seinen Juristen-Kollegen kaum mit Unterstützung rechnen kann.
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  • Johann Radmann (Alexander Fehling, r.) bittet Major Parker (Tim Williams, l.) um Zugang zu seinen Aktenbeständen. Vergrößern
    Johann Radmann (Alexander Fehling, r.) bittet Major Parker (Tim Williams, l.) um Zugang zu seinen Aktenbeständen.
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  • Radmann (Alexander Fehling, l.) und der Journalist Thomas Gnielka (André Szymanski, M.) klingeln Radmanns Chef Fritz Bauer (Gert Voss, r.) aus dem Bett. Vergrößern
    Radmann (Alexander Fehling, l.) und der Journalist Thomas Gnielka (André Szymanski, M.) klingeln Radmanns Chef Fritz Bauer (Gert Voss, r.) aus dem Bett.
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  • Die Freunde Simon (Johannes Krisch), Johann (Alexander Fehling), Thomas (André Szymanski) und Inge  (Lisa Martinek) bewundern Marlenes (Friederike Becht, l.) neue Nähmaschine. Vergrößern
    Die Freunde Simon (Johannes Krisch), Johann (Alexander Fehling), Thomas (André Szymanski) und Inge (Lisa Martinek) bewundern Marlenes (Friederike Becht, l.) neue Nähmaschine.
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  • Gnielka (André Szymanski, l.) und Radmann (Alexander Fehling, r.) präsentieren Fritz Bauer (Gert Voss, M.) brisantes Belastungsmaterial. Vergrößern
    Gnielka (André Szymanski, l.) und Radmann (Alexander Fehling, r.) präsentieren Fritz Bauer (Gert Voss, M.) brisantes Belastungsmaterial.
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  • Ein schönes Paar: Johann Radmann (Alexander Fehling) und Friederike Becht (Marlene Wondrak). Vergrößern
    Ein schönes Paar: Johann Radmann (Alexander Fehling) und Friederike Becht (Marlene Wondrak).
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  • Johann Radmann (Alexander Fehling) im Labyrinth des Belastungsmaterials. Vergrößern
    Johann Radmann (Alexander Fehling) im Labyrinth des Belastungsmaterials.
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  • Johann Radmann (Alexander Fehling) muss sich entscheiden, ob er seinem Rechtsempfinden folgen oder Karriere in der Wirtschaft machen will. Vergrößern
    Johann Radmann (Alexander Fehling) muss sich entscheiden, ob er seinem Rechtsempfinden folgen oder Karriere in der Wirtschaft machen will.
    Fotoquelle: ZDF/Heike Ulrich
Spielfilm, Drama
Im Labyrinth des Schweigens

Infos
Originaltitel
Im Labyrinth des Schweigens
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2014
Altersfreigabe
12+
Kinostart
Do., 06. November 2014
3sat
Mi., 23.01.
21:45 - 23:35


13 Jahre nach Kriegsende gibt es in der jungen Bundesrepublik nur einen Gedanken: In Zeiten des Wiederaufbaus stört jede Erinnerung an vergangene Schuld, den Holocaust und die Verbrechen der Nazi-Vergangenheit. Täter und Mitläufer werden lieber eingebunden als vor Gericht gebracht. Entsprechend verzweifelt sind die wenigen aus dem KZ nach Deutschland zurückgekehrten Opfer - man klagt nicht an, man schweigt. In dieser Situation wird der ehrgeizige junge Staatsanwalt Johann Radmann auf den Fall des überlebenden jüdischen KZ-Insassen Simon Kirsch aufmerksam, der durch einen Zufall in dem Lehrer Alois Schulz einen seiner früheren Peiniger in Auschwitz wiedererkannt hat. Doch seine Versuche, den Mann anzuzeigen, laufen ins Leere. Auch Oberstaatsanwalt Walter Friedberg in Frankfurt, Radmanns direkter Vorgesetzter, weigert sich, in dem Fall zu ermitteln. Nur Radmann, der sich bei seinen Verkehrsstrafsachen zu Tode langweilt, hat Interesse und kontaktiert auf eigene Faust den Journalisten Thomas Gnielka, der sich sehr engagiert Kirschs Fall angenommen hatte. Durch Gnielkas Informationen und eigene Recherche gelingt es Radmann, den Lehrer als Mitglied der Waffen-SS in Auschwitz zu identifizieren, doch ohne Folgen: Schulz bleibt weiter im Schuldienst. Gnielka, der feststellen muss, dass Radmann, wie die meisten seiner Altersgenossen, so gut wie nichts über Auschwitz und die Verbrechen der Deutschen weiß, macht den Fall in einem Artikel publik. Damit weckt er die Aufmerksamkeit seines Generalstaatsanwalts Fritz Bauer (1903-1968), eines aus dem KZ ins Exil geflohenen, nach dem Krieg zurückgekehrten Juden, der seinen jungen Kollegen gegen den Widerstand aller übrigen Staatsanwälte dazu ermutigt, weiter gegen mutmaßliche NS-Verbrecher in Auschwitz zu ermitteln. Radmann, der inzwischen auf einer Party bei Gnielka die schöne Verkehrssünderin Marlene Wondrak wiedergesehen und sich heftig in sie verliebt hat, merkt erst allmählich, dass er hier eine Aufgabe vor sich hat, die ihn verschlingen könnte und sein Privatleben auf Eis legt. Je weiter sich Radmann in das Geflecht aus Verdrängung, Verleugnung und Lüge hineinarbeitet, desto mehr Feinde macht er sich: Das Labyrinth des Schweigens ist ein einsamer Ort. Doch alle Mühen und persönlichen Krisen lohnen sich, denn sie führen zu dem berühmten Frankfurter Auschwitz-Prozess, der ersten juristischen Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen durch ein Gericht der Bundesrepublik. Die Wirtschaftswunderjahre abseits von dicken Zigarren, Petticoat und Rock 'n' Roll: Der in Italien geborene Deutsch-Italiener Giulio Ricciarelli, ein vor allem in vielen deutschen TV-Produktionen ("Tatort", "SOKOs", "Alarm für Cobra 11") auftretender Schauspieler, inszenierte mit dieser ambitionierten Kinoproduktion seinen ersten Kinofilm - unterhaltende, sehr emotionale politische Aufklärung über die gar nicht so gute alte Zeit des Wiederaufbaus. Dem legendären Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der 1949 wieder in den deutschen Staatsdienst zurückgekehrt war, war es zu verdanken, dass 1952 ein deutsches Gericht das NS-System zum ersten Mal als "Unrechtsstaat" bezeichnete. Doch Bauers wichtigster Verdienst liegt in der Durchsetzung des Frankfurter Auschwitz-Prozesses von Dezember 1963 bis August 1965, der Initialzündung für die Auseinandersetzung Deutschlands mit seiner Nazi-Vergangenheit.

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Im Labyrinth des Schweigens" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "Im Labyrinth des Schweigens"

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