Der grüne EU-Parlamentarier Jan Philipp Albrecht und die konservative EU-Kommissarin Viviane Reding bilden eine ungewöhnliche Allianz, wenn es darum geht, die Grundrechte gegen die Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu verteidigen. In einem harten, politisch komplexen Machtapparat, in dem Intrigen, Erfolg und Scheitern so nahe beieinanderliegen. Zweieinhalb Jahre hat David Bernet den Gesetzgebungsprozess der EU-Datenschutzreform begleitet und zu einem erstaunlichen Dokumentarfilm verdichtet, der die komplexe Mächte-Architektur sowie den Zustand der modernen Demokratie mit Spannung und Sinnlichkeit erlebbar macht. Spätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen ist klar, dass sich die Welt im Datenrausch befindet und die persönlichsten Informationen von uns allen zur Ressource geworden sind: Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts - wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht! Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft? Regisseur David Bernet sagt dazu: "Ich wollte beobachten und sichtbar machen, wie sich unsere Repräsentanten in Brüssel verhalten, wenn es darum geht, eine zentrale Entscheidung über die Zukunft unserer Gesellschaft zu fällen. Wenn unsere Gesetzgeber darüber entscheiden, ob und wie Menschen in der digitalen Welt vor der totalen Überwachung geschützt werden können, dann ist das eine Entscheidung über Freiheit und Demokratie."