Im Schatten der Mondlandung

  • Anfang der 60er-Jahre in der Brooks Air Force Base (San Antonio, Texas) gab es einen seltenen öffentlichen Auftritt von Hubertus Strughold in den USA. Der deutsche Raumfahrtmediziner hielt eine Pressekonferenz zum Thema "Der Mensch in der Schwerelosigkeit". Vergrößern
    Anfang der 60er-Jahre in der Brooks Air Force Base (San Antonio, Texas) gab es einen seltenen öffentlichen Auftritt von Hubertus Strughold in den USA. Der deutsche Raumfahrtmediziner hielt eine Pressekonferenz zum Thema "Der Mensch in der Schwerelosigkeit".
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Unterdruckversuch mit unbekanntem Häftling in Dachau. Vergrößern
    Unterdruckversuch mit unbekanntem Häftling in Dachau.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Eingang der KZ-Gedenkstätte Dachau. Vergrößern
    Eingang der KZ-Gedenkstätte Dachau.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Unterdruckversuch mit unbekanntem Häftling in Dachau. Vergrößern
    Unterdruckversuch mit unbekanntem Häftling in Dachau.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Anfang der 60er-Jahre in der Brooks Air Force Base (San Antonio, Texas) gab es einen seltenen öffentlichen Auftritt von Hubertus Strughold in den USA. Der deutsche Raumfahrtmediziner hielt eine Pressekonferenz zum Thema "Der Mensch in der Schwerelosigkeit". Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de. Vergrößern
    Anfang der 60er-Jahre in der Brooks Air Force Base (San Antonio, Texas) gab es einen seltenen öffentlichen Auftritt von Hubertus Strughold in den USA. Der deutsche Raumfahrtmediziner hielt eine Pressekonferenz zum Thema "Der Mensch in der Schwerelosigkeit". Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.
    Fotoquelle: BR/US Air Force
  • Donald Farrell steigt im Februar 1958 aus einer Unterdruckkammer heraus. Er war dort sieben Tage eingeschlossen. Vergrößern
    Donald Farrell steigt im Februar 1958 aus einer Unterdruckkammer heraus. Er war dort sieben Tage eingeschlossen.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Hubertus Strughold (2. von rechts) im Kontrollzentrum in Houston während der Apollo 11 Mission. Vergrößern
    Hubertus Strughold (2. von rechts) im Kontrollzentrum in Houston während der Apollo 11 Mission.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
Report, Dokumentation
Im Schatten der Mondlandung

Infos
Produktionsdatum
2019
BR
Mi., 17.07.
22:00 - 22:45


21. Juli 1969: Über 500 Millionen Menschen verfolgen die Landung der Apollo 11 auf dem Mond live vor dem Fernseher. Ein Weltereignis. Doch der Sieg der Amerikaner über die Sowjetunion im Wettlauf zum Mond hat einen moralischen Preis: Einige der deutschen Wissenschaftler, die erfolgreich am Apollo-Programm mitgearbeitet hatten, verbergen ein dunkles Geheimnis. Sie sind Luft- und Raumfahrtmediziner, Biologen, Ingenieure, die allesamt während der NS-Diktatur an Gräueltaten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aktiv teilgenommen, sie angeordnet oder zumindest billigend in Kauf genommen haben. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren sie im Rahmen der geheimen "Operation Paperclip" in die USA geholt worden, wo sie unbehelligt leben und forschen konnten und der strafrechtlichen Verfolgung im befreiten Deutschland entgingen. Einer von ihnen: Der deutsche Wissenschaftler Hubertus Strughold, eine Koryphäe auf dem Gebiet der luftfahrtmedizinischen Forschung; in seinen Kreisen gilt er als der "Vater der Raumfahrtmedizin". Auch er wurde nach Kriegsende in die USA geholt, um die Forschungen der NASA zu unterstützen. Strughold hatte während des NS-Regimes z.B. erforscht, welche Flughöhen menschliche Körper auszuhalten imstande sind. Oder bei wie viel Unterdruck oder welchen Wassertemperaturen Menschen überleben - oder eben nicht. Diese Erkenntnisse waren durch grausame Experimente an Häftlingen des KZ Dachau gewonnen worden; viele dieser Versuche endeten tödlich. Die Dokumentation beleuchtet die zweifelhafte Karriere von Hubertus Strughold und seine Verstrickungen in die schrecklichen Menschenversuche in Dachau. Ihm gegenüber steht der US-Major Leo Alexander, ein in Wien geborener und nach den USA ausgewanderter Jude, der im Auftrag der US-Regierung die Verantwortlichen dieser Experimente ausfindig machen soll. Alexanders Suche nach den Drahtziehern mündet in der Aufdeckung eines ganzen Netzwerks von Wissenschaftlern, viele davon enge Vertraute Strugholds. Einige von ihnen werden angeklagt, doch Strughold bleibt zeitlebens eine Strafverfolgung erspart. Die Mondlandung feiert er als Ehrengast in Houston. Erst posthum werden ihm seine Ehrungen entzogen. Der Film enthüllt die Wahrheit über den "Vater der Raumfahrtmedizin".


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