Im Schatten des Himalaya

  • Das Bild zeigt den Karakorum-Highway vor dem 7.546m hohen Muztagh Ata. Das Foto ist in 4.000m Höhe aufgenommen. Vergrößern
    Das Bild zeigt den Karakorum-Highway vor dem 7.546m hohen Muztagh Ata. Das Foto ist in 4.000m Höhe aufgenommen.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/Ariane Reimers
  • Chinesische Bergsteiger auf einer Wanderung durch einen der Gletscher des Muztagh Ata. Höhe ca. 4.600m. Der Berg gehört zum Pamir-Gebirge, das wiederum Teil des Gesamt-Himalaya ist. Vergrößern
    Chinesische Bergsteiger auf einer Wanderung durch einen der Gletscher des Muztagh Ata. Höhe ca. 4.600m. Der Berg gehört zum Pamir-Gebirge, das wiederum Teil des Gesamt-Himalaya ist.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/Ariane Reimers
  • Nach dem Sonnenuntergang im Grasland von Bayanbulak. Vergrößern
    Nach dem Sonnenuntergang im Grasland von Bayanbulak.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/Ariane Reimers
  • Tadschikische Männer beim Lamm-Polo, ein zentralasiatisches Reiterspiel, bei sich dem ein getötetes Lamm (oder Ziege) gegenseitig abgejagt wird. Nach dem Spiel wird das Fleisch gegessen. Vergrößern
    Tadschikische Männer beim Lamm-Polo, ein zentralasiatisches Reiterspiel, bei sich dem ein getötetes Lamm (oder Ziege) gegenseitig abgejagt wird. Nach dem Spiel wird das Fleisch gegessen.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/Martin Reyer
  • Mongolische Jurte im Grasland von Bayanbulak. Vergrößern
    Mongolische Jurte im Grasland von Bayanbulak.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/Martin Reyer
Natur+Reisen, Land und Leute
Im Schatten des Himalaya

Infos
Produktionsland
Deutschland
3sat
Di., 21.03.
14:05 - 14:50
Chinas weiter Westen


Am Fuße der höchsten Berge der Welt, im Schatten der Gebirge des Karakorum und des Tianshan liegt die chinesische Provinz Xinjiang. - Der Film stellt Chinas weiten Westen vor. Das majestätische Hochgebirge wird gesäumt von wogendem Grasland, hier liegt aber auch die zweitgrößte Sandwüste der Welt. Durch die beeindruckende Landschaft führen die Wege der alten Seidenstraße. Seit jeher leben hier die unterschiedlichsten Völker. Dazu zählen mongolische Nomaden, Kirgisen, Tadschiken, Uiguren mit ihren prachtvollen Trachten und uralten Traditionen. Die Reise beginnt fast direkt an Chinas Grenze zu Pakistan: in der Stadt Tashkurgan am Karakorum-Highway, die landschaftlich wunderschön gelegen ist: saftig grünes Grasland, eingerahmt von den Siebentausendern der Gebirge des Karakorum, Kunlun und Pamir. Tashkurgan ist die Heimat der Tadschiken, ursprünglich ein persisches Volk. Einst war die Stadt wichtiger Karawanenstützpunkt. Eine Festungsruine zeugt von der strategischen Bedeutung Tashkurgans. Heute ist der Verkehr weniger dicht. Den Karakorum-Highway als asphaltierte Straße gibt es seit den 1980er Jahren, aber der Handel mit Pakistan läuft schleppend, auf der pakistanischen Seite ist die Straße in schlechtem Zustand. Das will China in naher Zukunft ändern. Die Tadschiken sind weitgehend Nomaden, hüten ihre Schafe und Ziegen oder pflegen eine kleine Landwirtschaft. Vor allem sind sie exzellente Reiter, Pferde sind immer noch das Fortbewegungsmittel Nummer Eins. Ihr Lieblingssport: "Lammpolo", nur für exzellente Reiter. Eine Ziege wird geschlachtet, ausgenommen und wieder vernäht. Die Reiter versuchen, sich das Tier gegenseitig abzujagen. Alle Tricks sind erlaubt. Am Ende wird das Fleisch gegessen. Urwüchsige Bilder einer rauen Gesellschaft. Weiter nördlich führt der Karakorum-Highway in die Oase von Kashgar. Ein historisch berühmter Ort mit einer arabisch anmutenden Altstadt. Lehmhäuser, innen reich verziert - aber bedroht von dem chinesischen Modernisierungswillen. Nach viel Ringen gibt es nun einen Kompromiss. Die alten Lehmhäuser werden abgerissen, aber im gleichen Stil neu aufgebaut - mit Betonträgern, erdbebensicher. Die Straßen der Altstadt: ein orientalischer Basar. Die Frauen sind verschleiert - von "modisch schick" bis hin zum braunen Vollschleier. In Kashgar leben überwiegend Uiguren, ein Turkvolk. Traditionen werden hier ernst genommen und gepflegt. Das zeigt der Steinmetz, der mit alter Kunst die neuen alten Häuser ausstattet. Von Kashgar geht es weiter entlang der südlichen Seidenstraße durch die Taklamakan-Wüste zu den Oasen der nördlichen Seidenstraße. Die Taklamakan ist die zweitgrößte Sandwüste der Erde - und sie dehnt sich immer weiter aus. Aber die Berge und Gletscher des Karakorum im Süden und des Tianshan im Norden sorgen dafür, dass es immer wieder Wasser gibt - ganz unverhofft. Kucha - an der nördlichen Seidenstraße - erlaubt einen Blick auf die vor-islamische Geschichte der Region. Ruinen buddhistischer Städte aus dem siebten Jahrhundert und Höhlen mit Buddha-Malereien. Sie haben eine sehr wechselvolle Geschichte erlebt - nach der Islamisierung der Region vergessen, wiederentdeckt von europäischen Forschungsreisenden im 19. und 20. Jahrhundert. Vieles wurde zerstört, doch was noch existiert, wird heute wieder geschätzt und restauriert.


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